Samsung S Cloud: Online-Speicher mit Dropbox-Sync gesichtet [IFA 2012]

Frank Ritter 1

Bereits im April berichteten wir über Hinweise auf einen Online-Speicherdienst von Samsung namens „S Cloud“ gibt. Allerdings ging der Dienst nicht, wie ursprünglich erwartet, mit Samsungs Smartphone-Flaggschiff Galaxy S3 an den Start. Stattdessen präsentierte Samsung am 3. Mai in London den versammelten Medien recht überraschend die Integration des beliebten Dienstes Dropbox, zusammen mit 50 GB an kostenlosem Speicher. Nun sieht es so aus, als ob die S Cloud doch noch heranweht – allerdings nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu Dropbox.

Samsung S Cloud: Online-Speicher mit Dropbox-Sync gesichtet [IFA 2012]

Auf der IFA 2012 haben die Kollegen von Netzwelt auf einigen Vorführgeräten des Samsung Galaxy Note 2 und der Galaxy Camera tief in den Einstellungen vergraben einen Menüpunkt namens „S Cloud“ entdeckt – dieser hieß auf der Kamera allerdings nur „Cloud“. S Cloud wird offenbar mit dem (optionalen) Samsung-Konto verknüpft und könnte sich beispielsweise zum Synchronisieren von Notizen über mehrere Geräte hinweg nutzen lassen – diese Funktion hatte Samsung bereits auf dem Unpacked-Event angedeutet. Interessanterweise enthalten die Einstellungen von S Cloud auch einen Menüpunkt „Contents sync (with Dropbox)“, also „Inhalte synchronisieren mit Dropbox“. Das impliziert, dass Mediendaten gleichzeitig auch im Dropbox-Ordner landen, auf Dropbox-Inhalte eventuell auch gleich über die S Cloud-App, sofern es eine geben sollte, zugegriffen werden kann.

Warum aber ein eigener Cloud-Dienst von Samsung, wenn doch Dropbox bereits schon gut funktioniert? Wir spekulieren, dass darüber nicht nur Dateien, also Dokumente, Notizen, Bilder und so weiter, zwischen verschiedenen Samsung-Geräten synchronisiert werden können, sondern auch beispielsweise Einstellungen. Denkbar ist auch, dass Samsung S Cloud auch in Hinsicht auf Nicht-Android-Geräte aus eigenem Hause konzipiert hat, zum Beispiel Smart TVs.

Für welche Geräte S Cloud erscheint, ist noch nicht ganz klar. Es ist möglich, dass sich der Dienst nur auf Geräten mit einer Firmware nutzen lässt, die bereits auf Android 4.1 „Jelly Bean“ basieren. Da aber auch die bereits auf dem Markt befindlichen Samsung Geräte Galaxy Note, Galaxy Note 10.1 und natürlich das Samsung Galaxy S3 in Kürze auf Jelly Bean aktualisiert werden sollen, könnte S Cloud dort auch sukzessive nachgerüstet werden.

S Cloud – könnte das ein sinnvoller Service werden oder reicht euch auch Dropbox? Braucht man überhaupt einen Online-Speicherdienst? Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle und Bild: Netzwelt [via Android Magazin]

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