Browser-Bug erlaubt "Fluten" von Festplatte mit Daten

Florian Matthey 2

Ein Entwickler hat einen Bug in den meisten gängigen Browsern entdeckt. Über einen Trick erlauben es die Browser HTML5-Websites, theoretisch unbegrenzt viele Daten auf der Festplatte des Besuchers zu speichern. Einzig Firefox scheint unter den beliebtesten Browsern gegen solche Seiten immun zu sein.

Der Entwickler Feross Aboukhadijeh hat den Bug entdeckt und mit den Browsern Chrome, Internet Explorer, Opera und Safari reproduzieren können. Der Bug nutzt die Tatsache aus, dass es HTML5 erlaubt, pro Website vorübergehend 2,5, 5 oder 10 Megabyte - je nach Browser - an Daten auf der Festplatte des Benutzers zu speichern.

Aboukhadijeh hat nun festgestellt, dass die betroffenen Browser diese Daten nicht nur von der primär besuchten, sondern auch von temporären Websites aufrufen, die mit der „Haupt-Website“ verbunden sind. Zu Demonstrationszwecken hat der Entwickler eine Seite erstellt, die den Browser unendlich viele temporäre Websites erstellen lässt, die wiederum Bilder von Katzen auf die Festplatte übertragen. Binnen Sekunden füllt sich die Festplatte Gigabyte-weise mit solchen Bildern.

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Einzig Firefox beschränkt die Daten vorab auf 5 Megabyte - erlaubt es also nur der primären Website, Daten zu übertragen. Insofern lässt sich die nicht vorhandene Beschränkung in den anderen Browsern durchaus als Bug bezeichnen. Die Entwickler der Browser sind bereits informiert, es bleibt zu hoffen, das bald entsprechende Updates folgen.

HTML5-Browser-Bug.

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