Bis zu 5 Tage im Voraus: CIA behauptet, in die Zukunft schauen zu können

Stefan Bubeck 3

Zukünftige soziale Unruhen zeichnen sich im Internet bereits vor ihrem eigentlichen Auftreten ab – sie können mittlerweile mit Hilfe neu entwickelter Algorithmen bis zu fünf Tage im Voraus erkannt werden, verkündet der US-Auslandsgeheimdienst CIA.

Die CIA wusste seit Tagen Bescheid – bevor Menschen auf die Straßen gingen, bevor Autos brannten, bevor der Putsch startete. So oder so ähnlich klingt bereits heute so manche Stammtischdiskussion. Das erst im März 2015 gegründete CIA-Direktorat für Digitale Innovation bestätigte nun Anfang der Woche diese Annahme und nannte dabei auch einen konkreten Zeitrahmen. „Wir waren imstande, unsere Prognose in einigen Fällen soweit zu verbessern, dass wir die Entwicklung sozialer Unruhen und sozialer Instabilität drei bis fünf Tage vorher voraussehen konnten“, verkündete Andrew Hallman, stellvertretender Direktor der Abteilung auf dem „Next Tech“-Event in Washington D.C.

riot-playmobil-pixabay-demonstration-1073902_1920

Bilderstrecke starten(16 Bilder)
Datenschutz-Thementag bei GIGA: Das sind die Tipps der Redaktion

Technische Grundlage: Dramatische Verbesserungen in den Bereichen Analyse und maschinelles Lernen

„In einer unserer Abteilungen versuchen wir unser Wissen aus den Sozialwissenschaften auf die Entwicklung von Instabilität, Coups und finanzieller Instabilität anzuwenden“, so Hallman. Scheinbar zusammenhanglose Daten könnten mit Hilfe eigens entwickelter Algorithmen analysiert werden. Computersysteme erkennen die passenden Muster im Datenfluss und unterstützen die Analysten, bedeutend seien dabei die Fortschritte im Bereich maschinelles Lernen.

In Kombination mit Erfahrungen und Erkenntnissen aus den letzten sechs bis sieben Jahrzehnten lasse sich prognostizieren, was als nächstes passiert. So könne man auch die Routen bestimmter Güter oder sogar von Terroristen voraussagen. Die CIA nutzt für ihre Analysen nicht nur ihre eigenen Datenbestände, sondern zunehmend auch Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen – welche das genau sind, kann sich jeder selbst denken. Eines ist sicher: Die Zeiten, in denen Agenten kleine Kameras in Tabakbeuteln verstecken mussten, sind längst vorbei.

Quellen: engadget, defenseone

Minority Report bei Amazon kaufen*

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung