Den Trojaner Zeus entfernen, Gefahren für das Bankkonto vermeiden

Martin Maciej

In der anonymen Welt der Bits und Bytes ist es leider unumgänglich, das Kriminelle und Cyber-Diebe ihr Unwesen treiben und dabei Passwörter knacken, Accounts stehlen und sogar Bankkonten durch den Einsatz von Trojanern plündern können. Ein hartnäckiger Vertreter der Schadsoftware ist der Zeus-Trojaner. Hierbei handelt es sich um einen der gefährlichsten Online-Banking-Trojaner.

Den Trojaner Zeus entfernen, Gefahren für das Bankkonto vermeiden

Der Trojaner Zeus existiert bereits seit 2007 und kehrt in regelmäßigen Abständen in schärferer Form und Abwandlung wieder. Mit dem Einsatz des Zeus Trojaners können Hacker empfindliche Daten wie Passwörter, Kreditkarten- und Kontodaten in ihren Besitz bringen. Zusätzlich gehört die Überwachung des Datenverkehrs, sowie die Möglichkeit, einen befallenen Rechner auf Entfernung zu steuern zu den Auswirkungen des Zeus-Trojaners. Diese Schadsoftware ist besonders gefährlich, da Hacker hiermit neben Passwörtern und Bankdaten auch PINs und TANs für den Online-Zahlungsverkehr ausspähen können. Mittlerweile ist es den Zeus-Hackern sogar gelungen, das mTan-Verfahren zu knacken. Hat es sich der Zeus-Trojaner einmal auf dem Computer bequem gemacht, wird das Webangebot der Online-Bank mittels Java manipuliert im Browser dargestellt. Hier soll der Nutzer zunächst seine Mobilfunk-Nummer angeben, um das mTAN-Verfahren durchzuführen. Per SMS erhält man so einen Downloadlink, welcher ein vermeintliches Update im Auftrag der Bank auf dem Mobiltelefon installiert. Dieses Update infiziert nun das Telefon, so dass bei der nächsten Transaktion die von der Bank generierte mTAN sowohl auf das eigene Smartphone, als auch über die per „Update“ installierte Malware in die Hände der Kriminellen gelangt. Besonders Android-Smartphones und Blackberry-Geräte sind von dieser Art des Online-Betrugs gefährdet.

Kostenloser Virenschutz Screenshot

Kostenloser Virenschutz entfernt den Zeus-Trojaner - Aber nicht immer!

Um gar nicht erst einen Angriff durch den Zeus-Trojaner befürchten zu müssen, sollte man beim Surfen regelmäßig Vorsicht walten lassen. Viren und Trojaner gelangen häufig auf den Rechner, weil Nutzer Dateien aus nicht vertrauenswürdigen Quellen, z. B. Warezseiten herunterladen oder gedankenlos Anhänge von E-Mails unbekannter Absender öffnen. Auch das Surfen auf einer infizierten Webseite kann den Trojaner auf den eigenen PC bringen. Um dieses zu vermeiden, sollten alle Programme, die für das Surfen im Netz verwendet werden, regelmäßig aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Hierzu gehören u. a. der Browser, z. B. Firefox, Java oder der Adobe Flash Player für das Abspielen von interaktiven Inhalten auf Webseiten. Natürlich gehört auch ein umfangreicher Virenschutz auf den Computer. In der Regel reicht dabei häufig schon ein kostenloser Virenschutz, um sich vor Angriffen des Zeus-Trojaners zu schützen. Ist man von dem Trojaner befallen, kann ein Gratis-Virenschutz, z. B. Panda Cloud Antivirus, diesen häufig entfernen.

Nach einer erkannten Infizierung sollte jedoch die eigene Bank über den Virusbefall informiert werden. Auch nach einem Entfernen des Zeus-Trojaners sollte man sich mit dem Geldinstitut in Verbindung setzen, um finanzielle Schäden zu vermeiden.  Trotz des Einsatzes eines Virenscanners, ganz gleich, ob es sich dabei um einen kostenlosen Virenschutz oder eine Bezahlversion eines Antivirenprogramms handelt, sollte jedoch eine Neuinstallation des Systems in Betracht gezogen werden. Gerade der Zeus-Trojaner findet sich regelmäßig in neuen Versionen wieder, so dass die Virenschutzprogramme den Schädling, bzw. Teile des Trojaners auch bei einem umfangreichen Scan übersehen können. Ist der Virenschutz zudem veraltet, kann der Zeus-Trojaner vollkommen unerkannt bleiben.

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Phishing: Die fiesesten Tricks der Betrüger.

Der Zeus-Trojaner: Ausnutzen ahnungsloser PC-Benutzer

Ist der Zeus-Trojaner einmal auf den Rechner gelangt, kann es durchaus passieren, dass man über eine Infizierung vom Internetanbieter oder der eigenen Bank per Post oder E-Mail informiert wird. Tückisch hierbei ist, dass Cyber-Kriminelle diesen Service ausnutzen und dabei selber im Namen eines großen Anbieters Phishing-Mails verteilen, die auf den ersten Blick über eine Infizierung des Zeus-Virus informieren sollen, als Ziel jedoch ein weiteres Ausspähen von Daten haben. Erhält man solch eine Mail, sollten niemals private Daten und Nutzerzugänge über ein in der E-Mail integriertes Formular, bzw. einen Link aus der E-Mail eingegeben werden. Um sicherzugehen, dass die Informationen über den Zeus-Trojanerbefall aus einer sicheren Quelle stammt, sollte telefonischer Kontakt mit dem Support des Providers, bzw. der Bank aufgenommen werden.

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