Scareware entfernen: Angst und Schrecken von der Festplatte tilgen

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Mit Scareware haben sich findige Hacker eine weitere Variante ausgedacht, um ahnungslose Computernutzer zu verängstigen, um ihnen auf diesem Wege finanziellen Schaden hinzuzufügen. Bei Scareware handelt es sich im Normallfall um eine als Antivirenprorgamm getarnte Anwendung, die angeblich mehrere Gefahren auf dem System signalisiert und dementsprechend zu einer Handlung auffordert. Auch bei dem inzwischen berühmt-berüchtigten BKA-Trojaner handelt es sich um eine Form der Scareware.

Scareware entfernen: Angst und Schrecken von der Festplatte tilgen

Scareware im ursprünglichen Sinne bezeichnet ein Programm, z. B. ein Antivirenprogramm oder einen PC-Optimierer, der dem Nutzer verschiedene Systemgefahren und Virusinfizierungen angezeigt oder aber verschiedene vermeintliche Tipps zur Optimierung des Systems anbietet. Die Meldungen mit den entsprechenden Inhalten werden mit diversen blinkenden und auffälligen Elementen präsentiert. Möchte der Nutzer nun die angezeigten Probleme beheben, wird er zunächst zur Zahlung eines bestimmten Betrags aufgefordert. Natürlich wird das System auf diesem Wege nicht bereinigt oder verbessert. Viel mehr können sich Cyber-Kriminelle auf diesem Wege ihre Taschen vollstopfen.

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Scareware: Definition und Funktion

Neben tatsächlich installierten Programmen kann die Scareware auch durch Banner und Animationen auf Webseiten dargestellt werden. Klickt man hier auf die angeblichen Problemmeldungen zur Behebung des Computerfehlers, schleust man sich auf diesem Wege ein trojanisches Pferd ein.

Die Funktionsweise von Scareware:

  • Verängstigen des PC-Besitzers durch angeblichen Virusbefall auf dem PC
  • Interesse wecken beim PC-Besitzer durch potentielle Performance-Steigerung des Computers
  • Einschüchtern des PC-Nutzers durch einen Vorwurf einer ranghohe Organisation (Bundeskriminalamt, GEMA, GVU, etc.) eine Straftat am PC vorgenommen zu haben

Wie erkennt man Scareware?

Teilweise ist Scareware von einem echten Antivirusprogramm oder Tuning-Tools nicht zu unterscheiden. Während letztere den Nutzer jedoch auf eventuelle Gefahren, bzw. Tuningvorschläge hinweisen wollen, arbeiten die schädlichen Varianten mit der Angst ahnungsloser PC-Nutzer. Sobald es auf dem Monitor wild blinkt und zudem eine unrealistische Anzahl an Computerproblemen angezeigt wird, sollte man skeptisch werden. Bevor man sich den Optimierungsvorschlägen annimmt, sollte mittels Google-Recherche überprüft werden, ob das verwendete Programm von einem vertrauenswürdigen Hersteller stammt oder lediglich eine betrügerische Variante eines Antivirenprogramms, bzw. Tuning-Tools ist. Generell gilt, dass man Programme für die PC-Sicherheit nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen sollte. In unserem Downloadbereich finden sich viele kostenlose und sichere Varianten, um seinen PC vor virtuellen Gefahren abzusichern. Wer das eine oder andere Prozent mehr Leistung aus seinem Rechner holen möchte, wird in der Kategorie der PC-Tuning-Tools nach brauchbaren und  vor allem sicheren Programmen fündig.

Giga Trojaner entfernen Video.

Scareware entfernen: Was tun?

Wie bereits erwähnt, sollte man verdächtigen Anzeigen eines unbekannten Programms oder auf einer Webseite skeptisch gegenüber stehen. Wird die vermeintliche Virusmeldung durch ein Programm auf der Festplatte angezeigt, sollte dieses umgehend von der Festplatte entfernt werden. Zudem sollte man sein System mittels Virenscanner, z. B. avast! Free Antivirus auf eventuelle tatsächliche Gefahren überprüfen. Häufig wird Scareware von professionellen und vertrauenswürdigen Anwendungen bereits als unsicher eingestuft. Auch wenn Scareware Angst verursacht, lasst euch nicht vor dem Monitor einschüchtern, bewahrt Ruhe und verhindert somit Schlimmeres! Hat sich solch ein Schädling auf eurer Festplatte eingenistet, könnt ihr diese Scareware löschen. Dafür reichen häufig auch kostenlosen Programme wie Remove Fake Antivrus. Vor dem Löschen der Scareware solltet ihr rKill starten. Dieses Gratis-Tool stoppt unbekannte Prozesse, die im Hintergrund laufen. Einmal deaktiviert lässt sich Schadsoftware sicherer und vollständig entfernen.

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