Nach dem NSA-Skandal: Verhalten der deutschen Internet-Nutzer ändert sich kaum

Kamal Nicholas 9

NSA, war da nicht was? Ach ja, dieser Überwachungsskandal der vergangenen Wochen und Monate. Doch trotz der großen Empörung und des Wunschs nach mehr Privatsphäre hat sich in Deutschland der Nutzen des Internets bisher kaum geändert. Zumindest zeigt dies eine aktuelle Umfrage.

Nach dem NSA-Skandal: Verhalten der deutschen Internet-Nutzer ändert sich kaum

Die NSA überwacht uns alle. Das ist wohl die einfachste Zusammenfassung der Skandale der jüngsten Vergangenheit. Zwar haben sich die Menschen weltweit über diesen Skandal aufgeregt und nach mehr Privatsphäre geschrien. Am persönlichen Umgang mit dem Internet hat dies in Deutschland allerdings kaum etwas geändert, wie nun eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa ergab.

So teilte nur etwa jeder Fünfte mit, dass er zukünftig Online-Dienste weniger nutzen wolle oder dass von nun an zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen (z.B. eine Daten-Verschlüsselung) zum Einsatz käme.

Interessant ist dabei, dass 84% der Befragten der Meinung sind, dass die Überwachung durch den amerikanischen Geheimdienst NSA und seines britischen Partner GCHQ grundsätzlich gegen die Bürgerrechte in Deutschland verstoße. In ihren persönlichen Rechten eingeschränkt fühlen sich dabei allerdings nur 45 Prozent.

Ebenfalls interessant ist, dass 65% der Befragten erklärten, dass sie Internet Angebote aus Deutschland nicht sicherer halten als solche aus den USA.

Bei der Umfrage haben insgesamt 1003 Personen über 18 Jahren teilgenommen. Vor allem die Altersgruppe zwischen 18 und 24 fühlt sich von der ganzen NSA-Affäre betroffen, hier sind es 53%. Bei den 25 bis 34-jährigen sind es nur noch 42%.

Des Weiteren teilt die dpa mit: „Auch das Vertrauen zu deutschen Online-Anbietern war unter jüngeren Nutzern mit 28 Prozent am höchsten. Dagegen waren die Älteren etwas mehr zum Verzicht auf Online-Dienste wie E-Mail, Chats oder Cloud-Angebote insgesamt bereit. Bei den 18- bis 24-Jährigen planen das 18 Prozent, unter den 45- bis 54-Jährigen 22 Prozent. In dieser Altersgruppe erklärte auch fast jeder Vierte (23 Prozent), kürzlich zusätzliche Vorkehrungen wie Verschlüsselungs-Software genutzt zu haben.“

Quelle: dpa/mje via tecchannel

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