Windows XP optimieren und beschleunigen mit einfachen Mitteln (How-To)

Marco Kratzenberg

In den Einstellungen von Windows XP steckt noch einiges an Verbesserungspotential, was insbesondere nach einiger Zeit der Benutzung deutlich wird. Während Windows 7 seine Systemressourcen überraschend gut selbst verwaltet, hat Windows XP einige Systembremsen, an denen der Anwender über kurz oder lang Hand anlegen muss, wenn er nicht will, dass der PC immer langsamer wird. Mit Hilfe einiger Tools kann man jedoch sein Windows XP optimieren, ohne einen Pfennig ausgeben zu müssen.

Es kursieren durchaus auch kostenpflichtige und gar nicht einmal billige Anwendungen, die uns versprechen, Windows zu optimieren. Allerdings können die meisten Programme dieses Versprechen gar nicht halten, weil sie an Stellen ansetzen, die nachweislich Unsinn sind.

Windows XP optimieren: Speicher freihalten

Verschiedene Hersteller kommerzieller Software zur Speicheroptimierung versprechen uns ein besser laufendes System, wenn wir ihr Programm kaufen. Da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz! Die Tools sollen so funktionieren, dass Speicher freigeräumt wird, wenn ein anderes Programm ihn braucht. Außerdem sollen die nicht mehr benötigten Treiber aus dem Speicher entfernt werden. Und für diese Funktion sollen wir ein Programm kaufen, das wiederum Speicher belegt. Zum Glück meist nicht mal so viel, denn es handelt sich bestenfalls um wirkungslose Anwendungen, doch meist schaden sie sogar. Es wird nämlich – wenn überhaupt – nur eine Windows-Funktion aufgerufen, die Speicher dadurch freimacht, dass die aktuellen Speicherinhalte auf die Festplatte geschrieben werden – in die Auslagerungsdatei.

Das macht Windows von allein! Wie Windows auch ganz von allein alle nicht mehr benötigten Treiber entlädt. Diese Tools rufen die Funktion nur zwangsweise auf, so dass Speicher auf die viel langsamere Festplatte geschrieben wird, den ein Programm eigentlich gerade benötigt. Dadurch wird Windows eher langsamer. Keinesfalls aber effektiver. Für um die 30 Euro bekommt man solche Programme. Viel Geld für Unsinn!

Wer wirklich daran interessiert ist, das Speicherverhalten zu verbessern und Windows XP dadurch zu optimieren, der sollte ganz am Anfang ansetzen. Viele Programme, kleine Tools und Gerätesoftware installieren sich – oft sogar ungefragt – im Autostart von Windows XP. So startet bei Tausenden von Menschen jeden Morgen Skype oder ICQ, auch wenn sie es eigentlich gar nicht nutzen wollen. Oder die Zugriffssoftware einer Digitalkamera nistet sich dort ein, obwohl man die Kamera nie direkt dort anschließt, sondern den Cardreader nutzt. All diese Software belegt Hauptspeicherplatz! Und sie verlangsamt das System beim Booten.

Zum Glück ist es ziemlich einfach, hier selbst einzugreifen. Das kostenlose Tools Sysinternals Autoruns ist in der Lage, uns alle automatisch startenden Programme und sogar die geladenen Dienste anzuzeigen. Entfernt man den Haken vor der entsprechenden Anwendung, wird diese beim nächsten Bootvorgang nicht geladen. Wir schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Booten wird schneller und es steht danach sofort mehr Hauptspeicher zur Verfügung. So lässt sich Windows XP optimieren, ohne einen Cent auszugeben.

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25 Situationen, in denen Windows vollkommen versagt hat.

Windows XP optimieren: Festplatte automatisch defragmentieren

Obwohl Windows XP wenigsten schon über das NTFS-Festplattenformat verfügt, das eine Fragmentierung unproblematischer macht, als das alte FAT32, sollte man seine Festplatte regelmäßig entrümpeln und defragmentieren. Insbesondere große Dateien, wie beispielsweise Videos, werden oft in verschiedenen Teilen über die Festplatte geschrieben.

Nun weiß grundsätzlich jeder, dass er ab und zu mal die Festplatte defragmentieren sollte, aber irgendwie vergisst man es doch immer. Da eignet sich ein Tool wie Auslogics Disk Defrag hervorragend als Abhilfe. Mit seiner Hilfe können wir Windows XP optimieren, indem wir die Festplatte automatisch im Hintergrund defragmentieren und neu anordnen lassen, wenn wir eine Zeit lang nicht am PC sind. Während also üblicherweise der Bildschirmschoner seine Show für nicht anwesende Personen abzieht, leistet dieses Programm nun nützliche Arbeit.

Sobald man wieder am PC arbeitet, wir der Vorgang unterbrochen und erst wieder aufgenommen, wenn für einen einstellbaren Zeitraum keiner am Computer saß. Bereits nach kurzer Zeit ist die Festplatte komplett defragmentiert. Neue Dateienw erden im nächsten Zyklus bearbeitet und auf Dauer hat man eine aufgeräumte, optimierte Festplatte, die auch schnelle Zugriffe erlaubt.

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