Die Skype-Falle mit den Bitcoins - So erkennt ihr den Trojaner rechtzeitig

Jonas Wekenborg

Anfang 2013 fand der VoIP-Messenger Skype einen neuen Verwendungszweck für Cyberkriminelle. Durch einen Trojaner wurden Rechner zu Bitcoin-Sklaven, was sich merklich auf die CPU-Power auswirkte. Mit unseren Tipps erkennt ihr die Skype-Trojaner rechtzeitig.

Skype ist eine gern genutzte Plattform für das Verbreiten von Schädlingen, Viren und Trojanern. Dabei sind selbst vorsichtige Nutzer oft nicht vor den Gefahren einer Infizierung gefeit: Wir verraten, wie die Skype-Trojaner-Falle zuschnappt und wie ihr euch dagegen schützen könnt.

So erkennt ihr den Skype Trojaner

Der Trojaner schleicht sich in Skype ein und verbreitet sich rasant, wenn ihr nicht korrekt darauf reagiert. Meist ist es nur der Link eines Skype-Kontaktes, der meist mit einer englischsprachigen Einleitung beginnt, die in etwa „Your photo isn’t really that great“ oder „I don’t think I will ever sleep again after seeing this photo“ lauten kann.

Allerdings können diese Nachrichten variieren und sogar auf deutsch sein, da der Virus sich stetig weiterentwickelt. Allerdings sollte bereits stutzig machen, wenn ihr von einem Freund, der üblicher Weise deutsch mit euch spricht, eine englische Nachricht erhaltet.

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Zusätzlich zu der Nachricht wird außerdem ein Google-Link oder ein bit.ly-Link verschickt. Dabei handelt es sich um verschlüsselte Links, die das Ziel verschleiern (solche Links sind nicht grundsätzlich schadhaft). Dahinter verbirgt sich der Trojaner.

Sollte kein Link, sondern ein .zip-Archiv versendet werden, lest bitte weiter bei Skype Virus: So entfernen Sie den hartnäckigen Virus.

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So sahen diese 12 populären PC-Programme früher einmal aus.

So arbeitet der Skype Trojaner

Habt ihr auf den Link geklickt, landet ihr auf einer Webseite, die verschiedene schädliche Module auf euren Computer lädt. Spätestens jetzt solltet ihr erkennen, dass ihr in eine Falle getappt seid. Neben dem Diebstahl gespeicherter Passwörter und Aufspielen von Daten greift der Trojaner auf eure Skype-Kontakte zu und verbreitet sich automatisch an alle eure Freunde in der Liste. In diesem Fall solltet ihr sofort vor dem Anklicken des Links warnen.

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Der Antiviren-Hersteller Kaspersky Lab hat zudem eine Abwandlung des Skype Trojaners entdeckt, die eine Installation eines Bitcoin-Generators einleitet. Dieser generiert auf eurem PC die Online-Währung und setzt damit die CPU-Power eures Computers um bis zu 90 Prozent herab. Namentlich wird dieser als Trojan.Win32.Jorik.IRCbot.txt genannt.

Seid keine Bitcoin-Slaven: Wehrt euch gegen den Trojaner

Bitcoin
In der Regel solltet ihr aufmerksam darauf achten, wer euch was wann über Skype zukommen lässt. Klickt nicht jeden Link einfach an, weil ihr dahinter etwas Seriöses von einem Freund erwartet. Fragt im Zweifelsfall nach, ob der Betreffende euch tatsächlich einen Link geschickt hat oder ob es sich vielleicht um einen Virus handelt.

Ist das Kind in den Brunnen gefallen, hilft meist nur noch das Trennen des Computers vom Internet und die Zuhilfenahme eines Fachmanns. Ist euer Computer nicht ausreichend geschützt gewesen, dürfte ein Plattmachen des Rechners die letzte Möglichkeit bleiben. Daher lieber rechtzeitig mit Virenscannern und Antivirenprogrammen eindecken und Vorsicht walten lassen.

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