Splashup

Katharina Sckommodau

Nicht immer muss es Photoshop sein: Mittlerweile tummeln sich so einige Editoren im Netz, die die Bearbeitung von Bildern online erlaubt. Nach Sumo Paint und Pixlr nehmen wir nun Splashup unter die Lupe.

Splashup zeigt sich nach dem Start  mit einer vielversprechenden Oberfläche wie ein weiterer Photoshop-Klon: Auf neutralem Grau ist eine relativ umfangreiche Werkzeugpalette zu sehen, eine Info-Box, die Farben und die Ebenen-Palette. Zudem gibt es eine Menü-Leiste, die die notwendigsten Funktionen zum Bild, den Ebenen, der Auswahl und der Ansicht liefert. Je nach gewähltem Werkzeug befinden sich darunter weitere Optionen.

Bilder, auch größere Dateien, öffnet der Editor erstaunlich schnell. Dabei bietet er  Zugriff auf den Computer, sowie auf Bild-Galerien aus facebook, Picasa oder flickr. Ebenfalls Fotos, die direkt aus der Webcam kommen, können über das File-Menü direkt geöffnet werden. Leider steht keine deutsche Variante zur Verfügung.

Werkzeuge

Beim näheren Betrachten der einzelnen Funktionen und Werkzeuge stößt man doch schnell an die Grenzen von Splashup. Beginnen wir bei den Werkzeugen: Es gibt lediglich ein Werkzeug für rechteckige oder runde Auswahlen und ein einfaches Lasso. Leider bietet auch das Auswahl-Menü keine weiteren Optionen, selbst die Möglichkeit, die getroffene Auswahl umzudrehen, fehlt.
Daneben bietet Splashup drei Formwerkzeuge für Rechtecke, Polygone und Ellipsen. Eine neue Form kommt auf der aktiven Ebene zu liegen, es sei denn, es wurde zuvor eine neue Ebene angelegt.
Weiter gibt es einen Bleistift und einen Pinsel, beide sind über eine Optionsleiste in der Größe einstellbar. Ein einfaches Verlaufswerkzeug erlaubt kreisrunde und lineare Verläufe, Füllwerkzeug und Radierer runden das Angebot an Werkzeugen zum Erstellen ab. Die Einstellungen dieser Werkzeuge ließen im Test jedoch zu wünschen übrig. So war es beispielsweise nicht möglich, mit dem Bleistift Kurven und Linien mit klaren Kanten zu ziehen, da zwischen den einzelnen Punkten immer ein Abstand ist, der sich in der Größe nicht definieren lässt (siehe Bild). Das gleiche Problem zeigten auch die anderen Werkzeuge, etwa Pinsel, Radiergummi und der Wischfinger, obwohl hier verschiedene Formen zur Verfügung stehen und sich die Härte einstellen lässt.
Die restlichen Werkzeuge dienen zum Transformieren, Drehen und Verschieben. Auch die Pipette und ein Handwerkzeug fehlen nicht. Text erscheint auf einer extra Ebene und lässt sich bedingt formatieren.

Filter

Die Auswahl der Filter ist sehr übersichtlich – nur wenige stehen zum Schärfen, Weichzeichnen und Färben bereit. Die wenigsten lassen sich justieren; selbst ein Gaußscher Weichzeichner oder Unscharf maskieren fehlen. Die Einstellungen der Filter sind jedoch direkt im Bild zu überprüfen, auch hier zeigt sich der Editor wieder recht schnell.
Dazu kommen Einstellungen für Farbe, Kontrast und Sättigung sowie wenige Effekt-Filter, besonders umfangreich ist die Auswahl jedoch auch hier nicht.

Ebenen

Ebenen lassen sich duplizieren, in der Reihenfolge verschieben und unsichtbar schalten. Zudem liefert der Editor einige Ebenen-Effekte, die sogar non-destruktiv arbeiten. Diese sind direkt über die Ebenen-Palette abrufbar und zeigen, im Gegensatz zu den Filtern, relativ vielfältige Einstellungen. Ebenen-Effekte sind miteinander kombinierbar und können über eine extra Palette zu jeder Zeit weiter bearbeitet werden. Im unteren Beispiel wird etwa Farbe des Highlights bei Bevel extra eingestellt.

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