Könnte Nintendo bald vor Gericht kommen?

Marvin Fuhrmann 2

Valve, Sony, Electronic Arts und Nintendo haben bereits alle Post aus Norwegen erhalten. Denn dort hat eine Behörde offizielle Bedenken wegen ihrer digitalen Plattformen geäußert und Beschwerde eingelegt. Bisher waren diese Bemühungen aber weniger erfolgreich. Der Kampf mit Nintendo geht jetzt aber in die zweite Runde.

Update vom 10. Juli 2018:

Inzwischen wurden die Klagen gegen Valve, Sony und EA fallen gelassen. Was Nintendo angeht, so scheint der Kampf aber noch nicht vorüber zu sein, wie nintendo-online berichtet. Nach wie vor kritisiert der NCC im konkreten Fall des Nintendo eShops die Tatsache, dass der Verbraucher keinerlei Möglichkeit hat, getätigte Vorbestellungen vor der Veröffentlichung zu stornieren. Dadurch wendet sich Norwegen aktuell auch an die deutschen Behörden, da Nintendo of Europe hier seinen Sitz hat.

Als Argument führt der NCC an, dass diese Praktik gegen das EU-Verbraucherrecht verstoße und daher fordern sie ein Vollstreckungsersuchen, durch das entsprechend gegen die Nintendo of Europe GmbH vorgegangen werden soll. Bleibt also abzuwarten, ob Deutschland ähnliche Ansichten vertritt und dagegen vorgeht. Sollte dies jedoch der Fall sein, könnte es durchaus sein, dass Nintendo sich vor dem europäischen Gericht behaupten muss.

Originalmeldung vom 29. April 2018:

Der Norwegian Consumer Council ist eine norwegische Behörde, die sich dem Schutz der Kunden gegen große Organisationen verschrieben hat. Sie unterstützen kundenfreundliche Entwicklungen und versuchen Zeichen zu setzen, um dem Kunden mehr Rechte einzuräumen beziehungsweise diese besser darzustellen, bevor er einen Kauf tätigt. Dies passiert nun auch im Zusammenhang mit Sony, Valve, Electronic Arts und Nintendo. Denn der NCC hat eine Beschwerde gegen die Gaming-Riesen eingelegt.

Im Mai gibt’s diese tollen Games im PSN dank PS Plus:

PlayStation Plus - Mai 2018.

Darin geht es um die digitalen Plattformen PSN, Steam, EA Origin und den Nintendo eShop. Die NCC merkt an, dass die Kunden hier nicht hinreichend darüber informiert werden, dass sie nicht die üblichen 14 Tage Rückgaberecht bekommen, wenn sie sich ein Spiel oder einen anderen Artikel kaufen. Dies müsste von den Konzernen geändert werden. Eine Gegenmaßnahme wäre beispielsweise, eine Box, die der Kunde vor dem Abschluss des Kaufes anklicken müsste, um sein Einverständnis zu geben.

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Steam hat da schon einen kleinen Vorteil. Denn hier haben die Kunden immerhin zwei Stunden Spielzeit, in denen sie das Game wieder zurückgeben können. Dies sei laut der NCC aber nicht ausreichend für jeden Kunden ersichtlich. Klarere Regelungen, die schnell einsehbar sind und für jeden verständlich formuliert wurden. Werden wir so etwas bald vor jedem Kauf sehen?

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