Publisher erfüllen die Aufgabe, ein Projekt eines Entwicklerstudios an die Leute zu bringen und ihnen dabei mit den nötigen Finanzmitteln zur Seite zu stehen. Dabei fließt aber oft auch ein gewisser Anspruch durch den Publisher in die Spiele ein, die mitunter die Kreativität der Entwickler beschneiden kann. Doch wer braucht heute zu Zeiten von Crowdfunding und Steam Early Access eigentlich noch einen Publisher?

 

Steam

Facts 

Nach Meinung von DayZ-Schöpfer Dean „Rocket“ Hall sind die traditionellen Publisher in Zeiten von Steam Early Access eigentlich überflüssig geworden. Die Commuunity hält nun das Szepter in der Hand, das zuvor von den Branchenriesen geschwungen wurde.

Vertrieb und Marketing werden von digitalen Distributionsplattformen aufgegriffen, wofür also noch zahlen?

Halls Arma 2-Mod DayZ wurde durch Mundpropaganda und YouTube-Bewerbung zum Massenphänomen und andere Spiele machen es ihm gleich.

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Das waren die besten Spiele auf Steam 2018 - nach Bewertung, Spielerzahl und Co.

Die Community bekommt mehr Macht

Während Entwickler sich ehemals noch um die Publisher reißen mussten, um ihr Herzensprojekt an die Leute zu bringen, dabei dann Schnitte in Content, Umfang und sonstigen Inhalten hinnehmen mussten, wird mit den neuen Mitteln am Markt der Community deutlich mehr Macht eingeräumt.

Viel schneller funktionieren Entwicklung, Finanzierung, Vertrieb und Marketing, ja selbst Platzierung auf dem Markt als durch die traditionellen Publisher. Durch Steams Early Access, aber auch Kickstarter und andere Projekte wird die Community selbst zum Publisher - und das ganz umsonst.

Dean Hall hofft nun auf die richtigen Rückschlüsse seitens der Publisher, die sich ein Vorbild an der demokratischen Förderung von Spielen nehmen sollen und ihrerseits die richtigen Schritte einleiten sollen. Für den Konsolenmarkt fehlt bislang nämlich noch ein entsprechendes Pendant.

via

Jonas Wekenborg
Jonas Wekenborg, GIGA-Experte.

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