Steam: EU prüft Valve & fünf Publisher auf illegale Absprachen

Sandro Kreitlow 3

Bei Steam werden täglich unzählige Aktivierungsschlüssel eingegeben, um ein Spiel zu seiner Steam-Bibliothek hinzuzufügen. Die EU-Kommission prüft Valve und fünf Publisher nun aufgrund von Geoblocking.

Steam: EU prüft Valve & fünf Publisher auf illegale Absprachen

Wie die Europäische Kommision auf ihrer Webseite verlauten ließ, wird die Preisgestaltung und das Geoblocking im Steam Store von Valve geprüft. Grund dafür ist, dass angeblich illegale Absprachen und somit Verstöße gegen europäisches Wettbewerbsrecht verübt wurden. Die illegalen Absprachen beziehen sich dabei auf Valve und fünf Publishern: Bandai Namco, Capcom, Focus Home, Koch Media und Zenimax. So könnten Aktivierungsschlüssel, die bei Steam eingegeben werden, nicht nur als Anti-Piraterie-Maßnahme dienen, sondern auch zum „Zweck des Geoblocking“.

Sobald ein Aktivierungsschlüssel bei Steam erfolgreich eingegeben wurde, steht das Spiel dem Nutzer auf all seinen Geräten zur Verfügung. Eingeführt wurden sie, um illegale Kopien zu vermeiden. Doch Valve und die fünf Publisher sollen die Keys vor allem genutzt haben, um den Handel von gebrauchten Spielen zu begrenzen. Angeklagt wird wegen Absprachen, die dafür sorgen, dass ein Spiel zwar in einem bestimmten Land laufe, in einem anderen wiederum nicht. Die meisten Spiele, die auf Steam gekauft werden können, sind zwar frei von solchen Regionalcodes, dies gilt aber nicht für Aktivierungsschlüssel. So vermuten EU-Wettbewerbshüter, dass zwischen Valve und den Publishern illegale Absprachen stattfanden, die zu einem Verstoß gegen das europäische Wettbewerbsrecht führen würden.

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Der Hintergrund liege klar auf der Hand. So werden die Preise in jedem Land unterschiedlich angepasst, da die Kaufkraft von Land zu Land unterschiedlich ist. Das führt dazu, dass einige Spiele in manchen Ländern deutlich günstiger zu erhalten sind, als in anderen. Um zu verhindern, dass Aktivierungsschlüssel über Landesgrenzen hinweg gehandelt werden, sollen sie angeblich zum Geoblocking verwendet werden. Die Prüfung bezüglich Verstoßes gegen die EU-Wettbewerbsregelungen betrifft deswegen auch Valve, weil das Unternehmen selbst seinen Beitrag zu den mutmaßlichen illegalen Handlungen der Publisher geleistet haben könnte.

Quellen: Europäische Kommission, Engadget

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