Steam: Sicherheitsproblem gibt Zugriff auf fremde Accounts - und was du dagegen tun kannst

Kristin Knillmann 15

Die PC-Gaming-Plattform Steam hat aktuell mit starken Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Wer sich einloggt, landet womöglich in einem völlig fremden Account - inklusive Zugriff auf sensitive Nutzungsdaten wie E-Mail-Adresse und Zahlungsoption. Alle Infos und Tipps, wie du deinen Account kurzfristig sichern kannst, findest du in der News.

SteamCachingProblem

Update 01:50 Uhr: In einem Foren-Posting von Steam-Moderator KillahInstict gibt es weitere Informationen. Die Kreditkarten-Infos und Telefonnummern seien zensiert gewesen - so wie gesetzlich vorgeschrieben. Das widerspricht den Aussagen einiger Nutzer, deckt sich aber mit meinem Befund, bei dem ich nur die letzten vier Stellen der Daten einsehen konnte. Inzwischen hat Valve das Problem gefixt und der Steam Store ist wieder online. Trotzdem solltest du vielleicht noch ein bis zwei Tage vorsichtig sein, wenn du im Store einkaufen willst.

Update 22:40 Uhr: Steam ist inzwischen down, weshalb du das Problem nicht mehr reproduzieren kannst. Wie du dich trotzdem noch schützen kannst, liest du unten.

Wenn du dich aktuell auf Steam rumtreibst, ist dir mit Sicherheit auch schon aufgefallen, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Wenn du den Shop aufrufen willst, landest du (meist ausgeloggt) auf fremdsprachigen Shop-Seiten; ein Aufruf auf dein Profil oder deinen Einstellungen bringt dich auf eine fremde Profil-Seite, auf der du volle Einsicht über sensitive Nutzerdaten eines fremden Account bekommst - siehe Bild.

Klickst du dich ein paar Mal hin und her, landest du meist immer wieder in einem anderen Account. Je nach hinterlegten Daten sind dort Steam-Guthaben und Mail-Adresse voll einsehbar, Telefonnummer und Kreditkarte mit den letzten vier Ziffern. Um den Account der hier betroffenen Person nicht zu gefährden, habe ich nicht ausprobiert, ob es möglich ist, Spiele zu kaufen oder Steam-Guthaben aufzuladen. In diesem Fall ist keine Zahlungsmethode hinterlegt, doch womöglich dürfte der Fall anders aussehen, wenn du eine Kreditkarte oder einen PayPal-Account bei Steam hinterlegt hast.

Aktuell wird davon ausgegangen, dass es sich nicht um eine DDOS-Attacke (bzw. Hack) handelt, wie wir gestern noch in einer News prophezeiht hatten. Stattdessen liegt wohl bei Steam selbst ein Caching-Problem vor:

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Wie kann ich meinen Steam-Account kurzfristig schützen?

Leider können wir dir aktuell keinen Ratschlag geben, wenn du deine Kreditkarte fest bei Steam hinterlegt hast. Steam Database (Achtung: kein offizieller Account von Valve!) schreibt auf Twitter, dass du KEINESFALLS versuchen solltest, deine Zahlungsdaten via Steam zu trennen:

Solltest du über einen PayPal-Account einkaufen, dann folgt hier eine kurze Anleitung, wie du die Verbindung trennen kannst, ohne sie direkt im Steam Shop zu kündigen. Diese Variante wir auch von der Steam Database als der sichere Weg bezeichnet:

PayPal und Steam trennen:

  1. Logge dich bei PayPal ein und rufe über das kleine Rädchen die Einstellungen auf. Klicke dort unter „Zahlungen“ auf „PayPal-Zahlungen per Händlerabbuchung“.
  2. Suche in der Liste der Händler WWW.Steampowered.com heraus und klicke darauf.
  3. Klicke neben „Status“ auf „Kündigen“ und bestätige.
  4. Dein PayPal-Account ist nun von deinem Steam-Account getrennt.

Zahlungen_PayPal

PayPal_Haendler

Steamkündigen

 

Sobald es neue Informationen von Steam zum Sicherheitsproblem gibt, updaten wir dich hier zeitnah.

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