Valve: Gewinnt gegen Verbraucherzentrale, kein Verkauf von gebrauchten Spielen über Steam

Amélie Middelberg 32

Bereits im September vergangenen Jahres klagte der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. gegen Valve, Betreiber der digitalen Distributionsplattform Steam. Laut Ansicht der Verbraucherschützer sei die Praxis, dass Gebrauchtspiele via Steam nicht an Dritte veräußert werden können, unzulässig. Konkret sieht die Verbraucherzentrale den Erschöpfungsgrundsatz im Urheberrecht verletzt, der dem Inhaber eines Schutzrechts die Möglichkeit entsagt, sich weiter auf ebendieses Recht zu beziehen, sobald er ein Produkt erstmals in den Verkehr gebracht hat.

Valve: Gewinnt gegen Verbraucherzentrale, kein Verkauf von gebrauchten Spielen über Steam

Wer Spiele über Steam erwirbt oder freischaltet, kann seine Titel derzeit nicht an Andere weitergeben oder weiterverkaufen. Auch der Account, an den ihr eure Spiele mit der Aktivierung bindet, darf laut den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Plattform nicht veräußert oder verliehen werden.

Das Landgericht Berlin wies die Unterlassungsklage der Verbrauchervertreter nun zurück. Bereits ein erster Versuch der Verbraucherzentrale Bundesverband, den Steam-Betreiber wegen seiner Gebrauchtspiel-Praktiken verurteilen zu lassen, schlug fehl. Die Verbindung von Account und erworbenem Spiel verstoße nicht gegen den Erschöpfungsgrundsatz und sei demnach legal und zulässig, wie es in der mündlichen Urteilbegründung hieß.

Die genaue schriftliche Begründung des Urteils steht noch aus und es ist ebenfalls unklar, ob die Verbraucherzentrale in Revision gehen wird.

Quelle: Osborne Clarke

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