Steam Direct: Infos und Kosten zum Greenlight-Nachfolger

Victoria Scholz

Nach über 4 Jahren hat sich Steam dazu entschieden, Greenlight einzustampfen und Direct als neue Plattform für Indie-Entwickler zu etablieren. Noch im Frühjahr 2017 soll das neue Vertriebsmodell eingeführt werden. Welche Kosten damit zukünftig auf Entwickler zukommen, lest ihr hier.

Steam ersetzt sein Greenlight-Programm durch ein neues Modell namens Direct. Damit ändern sich auch die Konditionen für Entwickler, die ihre Indiespiele künftig auf der digitalen Distributionsplattformen veröffentlichen wollen. Der größte Unterschied ist der Wegfall der Kuratoren. Gleichzeitig will Steam aber auch die Art und Weise verbessern, mit der potenzielle Käufer zu für sie interessante Spiele gelangen. Ob das mit Steam Direct gelingt, wird die Zeit wohl zeigen.

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Steam Direct: Der Anfang einer langen Reise

Steam Greenlight setzte auf ein kuratiertes Shop-System. Das bedeutet, dass Indie-Entwickler ihre Spiele bei Greenlight anbieten konnten und die versammelte Spielerschaft mit einem Daumen nach oben oder unten entschieden, ob das Spiel bei Steam erhältlich sein wird oder eben nicht. Nun will Steam aber zu einem direkteren Vertriebsmodell umsteigen und nennt seine neue Plattform passenderweise Direct.

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Mit Direct will Steam über die Flut an Spielen Herr werden. So wird nämlich eine Gebühr eingeführt, die dafür sorgt, dass nicht jeder ein Spiel auf Direct veröffentlichen kann. Dieses „Aussieben“ soll verhindern, dass einfache Titel mit Testelementen von Spiele-Engines als eigene Werke verkauft oder minderwertige Titel angeboten werden. Aus diesem Grund ersetzt Steam die Kuratierung durch eine Gebühr.

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Was ändert sich für Entwickler?

Was viele Steam-User nicht wussten: Wollte ein Indie-Entwickler sein Spiel bei Greenlight veröffentlichen, musste er zuerst 100 Dollar zahlen. Danach entschieden die User, ob sie das Spiel kaufen würden oder nicht. Mit Direct schwindet die User-Meinung. Die Entwickler zahlen eine Gebühr und müssen einige Daten angeben. Danach landet das Spiel direkt auf Steam. Einige Indie-Entwickler stehen der neuen Vertriebsplattform kritisch gegenüber, weil sie fürchten, dass nun noch mehr Spiele auf Steam erscheinen werden. Wir sind gespannt und verfolgen natürlich die Einführung. Alle Infos zu Steam Direct findet ihr hier noch einmal kompakt:

  • Ein Entwickler zahlt zwischen 100 und 5.000 Dollar, um sein Spiel auf Steam zu veröffentlichen. Diese Reichweite kommt durch eine Umfrage von Valve selbst bei Studios und Entwicklern.
  • Steam Direct erscheint im Frühjahr 2017. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt.
  • Entwickler müssen laut Valve „digitale Dokumente, persönliche bzw. Firmenangaben sowie Steuerdokumente“ abgeben. So solle es ähnlich sein wie die Eröffnung eines Bankkontos.

Laut Valve soll Steam Direct aber erst der Anfang einer weiteren Reise sein. Die Spieler erwarten weitere Updates, um ihnen die Nutzung der Plattform zu verbessern. Im offiziellen Blog von Steam könnt ihr euch die Ankündigung von Steam Direct noch einmal ansehen.

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