Sunrise Calendar: Schicke Kalender-App in die Betaphase entlassen

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Nachdem das Startup hinter dem populären Sunrise Calendar ihr Produkt bereits seit einigen Monaten für iOS anbieten, soll die Kalender-App bald auch Android Nutzer anziehen. Dafür bieten die Entwickler die Anwendung zunächst als Betaversion im Play Store an, um mit dem Feedback der Google+-Community den Kalender zu perfektionieren und etwaige Fehler auszumerzen.

Im Play Store gibt es zuhauf verschiedenste Kalender-Apps, die ganz individuell hervorzustechen versuchen. Neben dem Pendant von Google, wären da noch beispielsweise der optisch ansprechende Any.do Cal und der erst letzte Woche von Kollege Lukas vorgestellte Today Calendar. Doch im Gegensatz zu diesen, glänzt Sunrise Calendar mit einer breitgefächerten Kompatibilität zu diversen Kalender-Diensten, etwa LinkedIn, Facebook und dem iCloud-Kalender. „Jeden Tag hast du 24 Stunden zur Verfügung. Das kannst du nicht ändern, aber solange wir dir jeden Tag drei Minuten einsparen können, haben wir gewonnen.“, meint einer der Gründer des Startups. Entsprechend bietet Sunrise Calendar ein ansehnliches, wie funktionales Design.

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Nach Anmeldung und kurzer Konfiguration seiner Dienste, findet sich der Nutzer direkt bei einer übersichtlichen Ansicht seiner zukünftigen Termine wieder. Während oben die aktuelle und nächste Woche im typischen Kalenderstil gezeigt werden, ist darunter die Agenda inklusive etwaiger Gäste chronologisch und optisch aufbereitet gelistet. Das Fenster mit der Monatsansicht erweitert sich bei Interaktion mit diesem automatisch und zeigt die Daten eines ganzen Monats an. Über eine Wischgeste vom rechten Rand des Bildschirms ausgehend gelangt man zu einer Wochenansicht, bei der vor allem die Terminverteilung in den Vordergrund rückt. Wischt man diesmal vom linken Rand in den Bildschirm, landet man wieder bei der Terminliste. Eine nützliche Funktion ist der bei Wischen durch die Termine respektive Tage erscheinende Button, der den Nutzer ins Hier und Jetzt zurückbringt.

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Das Zahnradsymbol in der oberen Leiste führt zu den Einstellungen, in denen sich die anzuzeigenden Kalendersparten der verschiedenen Dienste bestimmen und festlegen lassen sowie optional Benachrichtigungen zu jenen hinzugeschaltet werden können. Ferner kann der Aktualisierungsintervall definiert werden, wobei lediglich die Auswahl zwischen 15 Minuten, 30 Minuten, einer Stunde und überhaupt keiner Hintergrundaktivität besteht. Darüber hinaus gibt es „gewöhnliche“ Konfigurationsmöglichkeiten, wie die Standard-Erinnerungszeit vor einem Termin oder den Beginn der Woche (Samstag, Sonntag oder Montag).

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Beim Erstellen eines neuen Termins unterscheidet sich Sunrise Calendar funktional nicht von seinen Mitbewerbern. Neben dem Zeitraum, können Ort, Gäste, Beschreibungen, Erinnerungen und Wiederholungen hinzugefügt werden. Ebenso lässt sich der entsprechende Kalender-Dienst von Google, Apple, Microsoft & Co auswählen. Enthält ein Termin einen Standort, wird in der App ein kleines Ausschnitt der Location aus Google Maps angezeigt, sowie ein Shortcut zur Navigation dorthin.

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Trotz Beta konnte der Verfasser dieser Zeilen keine größeren Bugs ausmachen. Sunrise Calendar weiß mit schickem Design und solider Funktionalität zu gefallen. Das Mangeln an Widgets und die zwar angepriesene, aber aufgrund fehlender Lokalisierung nur in der Englischen Sprache funktionierenden intelligenten Zuweisung von Icons zu entsprechenden Terminen („Dentist“) trüben das Gesamtbild etwas. Auch die versprochene Wetteranzeige in der Agenda fehlt – aber nicht vergessen: Es handelt sich um eine Beta. Ob die Anwendung im Vergleich zu anderen Kalender-Apps wirklich jeden Tag einige Minuten einsparen kann, darf zwar mit Skepsis aufgenommen werden, aber ein Selbstversuch dürfte dies schnell klären. Zum Download ist ob der Betaphase der Beitritt in die entsprechende Google+-Community vonnöten. Ist man für die Community zugelassen, kann man die App über den Play Store herunterladen.

[via Android Guys]

Rafael Thiel
Rafael Thiel, GIGA-Experte.

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