Supremo

Marco Kratzenberg

Wer einen PC fernsteuern will, kann mittlerweile auf mehrere Produkte zurückgreifen. Supremo will ebenfalls auf diesem Markt mitmischen. Was kann dieses Programm besser als die anderen?

So ziemlich jeder kennt TeamViewer als Möglichkeit, einen PC aus der Ferne zu warten und zu steuern. Um dieses Programm noch zu verbessern, haben sich ein paar TeamViewer-Programmierer selbständig gemacht und haben AnyDesk veröffentlicht. Dieses Tool ist schon - insbesondere hinsichtlich der Darstellung und Geschwindigkeit, ziemlich beindruckend. Und nun möchte Supremo aus Italien den Markt noch einmal aufmischen. Für den privaten Gebrauch ist Supremo kostenlos.

Was kann Supremo besser?

Im Grunde, wollen wir doch mal ganz ehrlich sein, erwartet man von einer Rechner-Fernsteuerung über das Internet nicht allzu viel.

  • Das Programm soll sich auf einfache Weise verbinden, ohne dass man mit irgendwelchen Firewalls oder Konfigurationen kämpfen muss.
  • Die Verbindung soll sicher sein.
  • Der ferngesteuerte Rechner soll sich flüssig bedienen lassen.
  • Ein einfacher Datei-Transfer ist wünschenswert.

Das alles kann Supremo bieten. Das Programm hat einen integrierten Datenmanager, der die Übertragung in beide Richtungen sehr einfach macht. Eigentlich sogar in noch mehr Richtungen, denn Supremo bietet die Möglichkeit, dass sich mehrere Teilnehmer mit einem Rechner verbinden. Das kann beispielsweise hilfreich sein, wenn eine intensivere Supportsession die Unterstützung verschiedener Personen notwendig macht. Diese können dann auch über den ebenfalls eingebauten Chat miteinander konferieren.

Falls vorhanden, kann sogar eine Videoverbindung hergestellt werden. Um all diese Optionen zu steuern, blendet Supremo beim entfernten PC oben eine Menüleiste in den Monitor ein, mit dem wir sie aktivieren können. Hier befindet sich auch die Möglichkeit, das Fenster des entfernten PC als Vollbild darzustellen und dort auch den Bildschirmhintergrund einzublenden, der aus Gründen der Bandbreitenersparnis ansonsten ausgeblendet wird.

Mit Supremo eine sichere Verbindung herstellen

Auch die Verbindung ist wirklich einfach und zugleich sicher. Sie ist mit einer 256-Bit-Verschlüsselung codiert. Seiteneinstiege in so eine Verbindung sollten also unmöglich sein. Das Programm selbst besteht nur aus einer einzigen Datei. Diese muss auf allen teilnehmenden Rechnern gestartet werden, wodurch jeder von ihnen eine eindeutige ID bekommt. Diese ID braucht man, wenn man einen Rechner fernsteuern will. Doch vorher muss die andere Seite noch durch einen Klick auf „Start“ gestatten, dass überhaupt jemand sich verbinden darf. Daraufhin wird ein vierstelliges Passwort generiert. Das braucht der Partner auf der anderen Seite auch. Bis dahin ist also mindestens ein Austausch via E-Mail oder Telefon notwendig.

Hat die Verbindung geklappt, die sich in der Regel erfolgreich an allen Hindernissen, wie etwa Firewalls, vorbeischlängeln kann, dann kann es losgehen. Man sieht den ferngesteuerten Rechner in seinem aktuellen Status, nur mit schwarzem Hintergrund. Die Menüleiste verbirgt sich hinter einem „Griff“ am oberen Fensterrand, mit dem man sie herabziehen kann.

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