Vergangene Woche sorgte die Übernahme von SwiftKey durch Microsoft für viel Aufregung. Wenig verwunderlich, denn mit der stolzen Summe von angeblich 250 Millionen US-Dollar dürften die beiden Entwickler für den Rest ihres Lebens ausgesorgt haben. Was viele allerdings nicht wissen: Ursprünglich gab es noch einen dritten Entwickler, der in der Geschichte die Rolle des Pechvogels spielt.

 

SwiftKey

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Die Arbeit in einem aufstrebenden Start-Up ist nicht leicht: Das Budget ist begrenzt, die Arbeitszeiten sind unbegrenzt und selbst wenn man eine innovative, bahnbrechende Idee hat, ist der Weg bis zur Umsetzung lang und steinig. SwiftKey startete vor sieben Jahren ebenfalls als ein kleines Projekt dreier Freunde, die sich von der Universität her kannten: Jon Reynolds, Ben Medlock und Chris Hill-Scott. Heute ist SwiftKey eine der beliebtesten Tastatur-Apps für Android und iOS und hat eine riesige Anzahl an Fans für sich gewinnen können.

Microsoft erkannte das Potenzial hinter der Software, die in den Bereichen Deep Learning und neuronale Netzwerke den Zugang zu wichtigen Technologien ermöglichen könnte. 250 Millionen US-Dollar soll der Konzern für SwiftKey hingeblättert haben, vor einer Woche wurde die Übernahme offiziell bestätigt. Von dem Geldsegen profitieren allerdings nur Reynolds und Medlock.

Entwickler: SwiftKey
Preis: Kostenlos

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SwiftKey-Mitgründer auf Twitter: „Der größte Fehler meines Lebens“

Chris Hill-Scott, heute als Programmierer für die britische Regierung angestellt (Jahresgehalt: 71.000 Euro), verpasste dagegen die Millionenchance. Wie The Times berichtet, hat Hill-Scott kurz nach der offiziellen Bestätigung des Millionen-Deals auf Twitter gepostet, er habe den größten Fehler seines Lebens begangen. In dem Tweet zeigte der ehemalige SwiftKey Co-Chef ein Foto von seinem Kündigungsschreiben – nur zwei Monate nach der Gründung. Laut der britischen Times seien die vielen Überstunden und das fehlende Gehalt ausschlaggebend für Chris Hill-Scott gewesen, andere Wege einzuschlagen; stattdessen wollte der Entwickler Fotograf werden (was, wie wir heute wissen, ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt gewesen ist).

Die Unternehmensanteile überließ er dagegen seinen beiden Freunden. Dass der mittlerweile 29-Jährige Entwickler zu dem Zeitpunkt auch überhaupt nicht an die Idee von SwiftKey glaubte, wurde spätestens jetzt deutlich; mehr als ein Fahrrad wollte er nämlich nicht haben. Seine beiden Kollegen wird es gefreut haben: Im Zuge des Microsoft-Deals nahmen sie laut der Zeitung The Guardian jeweils 36 Millionen US-Dollar ein. Es ist also durchaus verständlich, dass Hill-Scott kurz nach dem Tweet seinen Twitter-Account stilllegte und sich mittlerweile nicht weiter zu der Angelegenheit äußert.

Quelle: The Times, The Guardian via Business Insider

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Video: SwiftKey-Werbevideo

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