Windows schneller starten und das Booten beschleunigen (How-To)

Marco Kratzenberg 1

Wie schnell Windows bootet liegt an vielen verschiedenen Parametern und nur wenige davon können wir einfach beeinflussen. Doch mit einigen Tricks kann man Windows schneller starten!

Die Geschwindigkeit der Festplatte und vor allem der Prozessoren lassen sich nur mit finanziellem Aufwand steigern. Aber selbst sehr schnelle Rechner brauchen eben ihre Zeit beim Start. Doch einige dieser Faktoren können wir beeinflussen und das ist gar nicht so schwer. Seriöserweise muss man vorausschicken, dass der Zeitgewinn sich im Bereich einiger Sekunden abspielt. Was wirklich lange dauert, ist das Starten des Betriebssystemkerns. Und daran lässt sich wenig ändern.

Autostart reinigen und Windows schneller starten

Beim PC-Start geschehen mehrere Vorgänge hintereinander. Zuerst stellt der PC selbst fest, ob sich auf der Festplatte ein Bootsektor befindet, der einen automatischen Betriebssystemstart auslösen kann. Je nach Einstellung des Motherboards geht der Rechner dabei mehrere Laufwerke hintereinander durch, bis er fündig wird. Wurde also hier z.B. ein DVD-Laufwerk an oberste Stelle gesetzt, dann kostet das schon kostbare Zeit.

Anschließend lädt der Computer das jeweilige Betriebssystem und muss dazu teilweise Hunderte von Unterprogrammen und Treibern laden, bis auch nur die Basis für eine weitere Arbeit geschaffen wurde. Dann fängt Windows an, alle Programme der sogenannten Autostart-Gruppe zu laden. Das geschieht teilweise gleichzeitig. Wie schnell das geschieht, hängt zuerst von der Menge der Programme ab. Dann noch von der Menge und Geschwindigkeit des freien Speichers und vom Festplattentempo. Doch die beiden letztgenannten Faktoren sind dabei eigentlich zu vernachlässigen. Es ist die Zahl der Programme, die bei jedem Windows-Start geladen werden müssen, wodurch der Bootvorgang bis zum Desktop verlängert wird. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, Programm aus dem Autostart zu löschen, um das Booten zu beschleunigen.

Das kostenlose und unkomplizierte Tool Sysinternals Autoruns gibt uns die Möglichkeit, alle automatisch startenden Programme und Prozesse aufzulisten und nötigenfalls abzuschalten. Speziell bei den Diensten sollte man allerdings vorsichtig sein, weil diese teilweise zum Betrieb von Windows oder einiger Programme unbedingt notwendig sind und deswegen keinesfalls abgeschaltet werden dürfen.  Doch Windows wird schneller starten, wenn man all jene Programme aus dem Autostart entfernt, die man selten oder nie verwendet und die sich in diesem Fall auch von Hand starten lassen.

Um die Autostartgruppe effektiv zu reinigen, sollte man beispielsweise all jene Programme löschen, die man eigentlich nicht wirklich benötigt oder nur extrem selten nutzt, die sich aber installieren, wenn man beispielsweise die Software einer neuen Kamera einrichtet. Solange man die Einträge im Programm nicht löscht, bleiben sie erhalten und werden nur deaktiviert. Sollte also irgendetwas beim nächsten Booten nicht klappen, aktiviert man den Eintrag wieder.

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