Ubuntu Touch: High-End-Geräte für 2014 geplant - neuer Hardwarepartner

Steffen Pochanke 5

Am 17. Oktober, also vor knapp zwei Monaten, ist Ubuntu Touch in der ersten stabilen Version 1.0 erschienen. Jetzt kündigte das Team einen weiteren Meilenstein an: man habe einen Hardwarepartner gefunden und werde 2014 erste Geräte mit Ubuntu Touch auf den Markt bringen.

Mit dem Ubuntu Edge wollte Canonical ein Ubuntu Touch- und Android-Smartphone auf den Markt bringen, das über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo finanziert werden sollte. Die Finanzierung ist zwar gescheitert, aber immerhin sind das Team und das eigene System dadurch weltweit ins Gespräch gekommen. Im nächsten Jahr soll es dann aber wirklich soweit sein und das erste offizielle Ubuntu-Phone wird auf den Markt kommen.

Wer der neue Hardwarepartner von Canonical ist, wollte der Chief Executive Mark Shuttleworth nicht verraten. Lediglich, dass man einen Vertrag unterzeichnet habe und High-End-Geräte für 2014 geplant seien, ließ er verlauten. Außerdem befinde man sich im Gespräch mit vier weiteren Unternehmen, die Ubuntu-Smartphones für den weltweiten Markt produzieren könnten.

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Drei Schritte zum Erfolg

Ubuntu Touch hat einen steinigen Weg vor sich, um gegen die Konkurrenz im Bereich der mobilen Betriebssysteme bestehen zu können. Das weiß auch Shuttleworth. Dennoch ist er zuversichtlich, dass man einen Platz auf dem Markt finden werde. Dazu setze man vor allem auf drei Aspekte:

Mit dem Prinzip „Services-First“ werde man das Nutzererlebnis durch Partnerschaften mit zahlreichen Service-Anbietern stark verbessern. Viele Anbieter suchten aktuell nach einer Alternative zu Android, da Google dessen Nutzer immer mehr zur Nutzung der eigenen Dienste dränge.

Ein zweiter Punkt für den Erfolg von Ubuntu Touch sei die Quelloffenheit. Es könne sowohl Apps, die für den Linux-Kernel und ein darüberliegendes Java-Layer (ähnlich wie bei Android) geschrieben seien, als auch Web-Apps ausführen, die das Herzblut des Systems bilden werden. Zwar beanspruche man nicht, dass Android-Apps mit Ubuntu Touch kompatibel seien, aber laut Shuttleworth soll es Entwicklern leicht gemacht werden, beide Systeme mit ihren Apps versorgen zu können. Software, die für Ubuntu Touch geschrieben sei, werde außerdem auch auf Desktop-PCs funktionieren.

Drittens arbeite man mit zahlreichen Mobilfunkanbietern zusammen. Mit dabei sind zahlreiche Branchengrößen, unter anderem Vodafone und die Deutsche Telekom, die das System inklusive Gerät der Masse bekannt machen sollen.

Quelle: Cnet

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