Welche Vorteile bietet die 64-Bit-Version des VLC Media Players?

Marco Kratzenberg

Wenn in der Werbung, in Foren und unter Freunden die Rede von den Vorteilen eines 64-Bit-Betriebssystems die Rede ist, dann ist wohl zumeist eher ein Wunsch der Vater des Gedanken. Performance, Geschwindigkeit, Speichernutzung lauten die Schlagworte. Der normale VLC Media Player Download beinhaltet die 32-Bit-Version des Players, die sowohl auf älteren Systemen, wie einem Pentium mit Windows XP lauffähig ist, wie auch auf schnelleren Maschinen mit Windows 7 oder 8. Doch ist das nicht ein Fehler? Sollte man nicht nach einer 64-Bit-Version suchen, wenn der Rechner es zulässt?

Gibt es überhaupt einen VLC Media Player in 64-Bit-Architektur?

Die Antwort auf diese Frage ist ein ganz klares Ja! Es gibt ein VLC 64. Eher sollte die Frage lauten: Hat sie große Vorteile gegenüber der herkömmlichen Version. Und da ist das Ja schon nicht mehr ganz so deutlich.

VLC Media Player 64 Bit | winload.de

Ein kleines bisschen schneller war sie schon, die VLC Media Player 64-Bit-Version

Wir haben mal einen Test gemacht und eine Programmfunktion getestet, die üblicherweise viel Speicher braucht. Hier sollte sich zeigen, ob es einen markanten Unterschied zwischen der „alten“ und der „neuen“ Version gibt. Also haben wir eine Aufgabenstellung gewählt, bei der sich ein Unterschied zeigen sollte.

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Eine DVD kopieren – legal mit dem VLC Mediaplayer.

Das Wettrennen: Videos kodieren im VLC Media Player 64 Bit und 32 Bit

Wir wählten ein großes Video im AVI-Format. Etwa 10 Minuten lang, 720 Pixel, Surroundsound. Ausgangsgröße: Fast 333 Megabyte!

Die Aufgabe: VLC Media Player sollte dieses Video in das MP4-Format überführen. Wir würden die Zeit stoppen. Wenn die Werbung stimmt, alles sauber läuft und es tatsächlich Unterschiede gibt, dann sollte die VLC Media Player 64-Bit-Ausgabe deutlich schneller sein. Hinsichtlich des Formats, der Ausgabegröße und aller anderen Einstellungen wählten wir identische Einstellungen. Das Ergebnis hätten also zwei Versionen des Films sein sollen, die sich hinsichtlich Auflösung, Dateigröße und Qualität nicht unterscheiden - wohl aber in der Zeit, die das Programm zum Konvertieren braucht.

Um es kurz zu machen: Am Ende gab es einen winzigen Unterschied, der aber vermutlich bei einer noch größeren Ausgangsdatei noch kleiner gewesen wäre. Der VLC Media Player in der 32-Bit-Version brauchte 6 Minuten und 33 Sekunden. In 6 Minuten und 2 Sekunden schaffte es der VLC 64. Das entspricht einer etwa 10% höheren Geschwindigkeit. Das ist schön, reißt aber auch keinen vom Hocker. Übrigens war aus irgendeinem unklaren Grund die Videodatei der 64-Bitausgabe um etwa 1 MB größer.

Und beim Abspielen kann der VLC Media Player diese vermeintliche Stärke auch nicht ausspielen. Denn schließlich wollen wir die Filme und Musik ja nicht schneller sehen  und hören.

Wer sich also für den VLC Media Player in der 32-Bit-Version entscheidet, hat sicher keine nennenswerten Nachteile. Allerdings hat der VLC 64 gerüchteweise Probleme mit den Wiedergabelisten.

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