Apple Watch: Apple erlaubt ab Juni nur native Apps

Thomas Konrad 19

Wer eine App für die Apple Watch entwicklen will, muss künftig mit der watchOS-2-Entwicklungsumgebung arbeiten. Ab 1. Juni lässt Apple nur noch native Applikationen in den App Store.


Einen allgemeinen Einblick in die Funktionen der Apple Watch findet ihr in unserem Video:

Funktionen der Apple Watch.

Der Hersteller kündigte die Neuerung am Freitag auf seinem Portal für Entwickler an. Apple-Watch-Apps der ersten Generation, die eine Erweiterung bestehender iPhone-Apps sind und nicht nativ auf der Apple Watch laufen, nimmt Apple ab Juni nicht mehr im App Store auf.

Apple hatte die WatchKit-Entwicklungsumgebung bereits kurz nach der Vorstellung der Uhr Ende 2014 an Entwickler ausgegeben. Sie konnten damit Erweiterungen für ihre iPhone-Applikationen entwicklen. Sämtlicher Code wurde jedoch auf dem Smartphone — und nicht auf der Uhr — ausgeführt. Das führte zu langen Wartezeiten bei vielen Apps — ein Kritikpunkt, den Apple mit der Entwicklungsumgebung für watchOS im vergangenen Sommer beheben wollte.

Einen Ausblick auf die nächste watchOS-Version wird Apple vermutlich Mitte Juni auf der WWDC geben. Die Entwicklerkonferenz wird vom 13. bis zum 17. Juni in San Francisco stattfinden (wir berichteten).

Die Apple Watch vollzieht eine ähnliche Entwicklung, wie sie auch das erste iPhone in den Jahren 2007 und 2008 durchgemacht hat: Vorgestellt wurde das iPhone 2007 gänzlich ohne Unterstützung für Applikationen von Drittanbietern. Dann kündigte Steve Jobs eine, wie er es nannte, „sweet solution“ an. Entwickler sollten Web-Applikationen schreiben, die zwar so aussahen wie die nativen, aber serverseitig liefen.

Auf das iPhone sollte vorerst kein Fremdcode kommen. Geändert hat sich das erst Anfang 2008. Im März kündigte der Hersteller zur Freude der Basis eine Entwicklungsumgebung für das iPhone an, das es Entwicklern erlaubte, Apples hauseigene Ressourcen für ihre Apps zu nutzen. Auch Spiele konnten so für das iPhone entstehen.

Für die Apple Watch dürften native Apps vor allem einen Geschwindigkeitszuwachs bringen. Praktikabler ist die Lösung auch im Umgang mit Mediendateien. Bislang muss jede noch so kleine Grafik erst an die Uhr übertragen werden, bevor sie dargestellt werden kann.

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