Was die WhatsApp-Übernahme für uns bedeutet – 5 Fragen, 5 Antworten

Sebastian Trepesch 41

Facebook kauft WhatsApp. Werden wir in dem Messenger jetzt mit Werbung überhäuft, was passiert mit unseren Nutzerdaten, wird WhatsApp sicherer? Wir diskutieren die Hintergründe.

Was die WhatsApp-Übernahme für uns bedeutet – 5 Fragen, 5 Antworten

Vergangene Nacht wurde die Übernahme bekannt: Ausgerechnet der größte Konkurrent kauft WhatsApp auf. Die Messenger-App von Facebook war der einzige Dienst für private Nachrichten, der WhatsApp aktuell gefährlich werden konnte (siehe Facebook Messenger für iPhone bzw. Facebook Messenger für Android). Nun liegen beide Messenger also in der selben Hand.

Ist WhatsApp „gut“ oder „böse“? Diese Frage polarisierte in den letzten Monaten viele, selbst die Nutzer des Messengers. Einerseits punktete der Nachrichtendienst:

  • WhatsApp ist werbefrei,
  • nicht auf Nutzerdatenverwertung bedacht (was angesichts der nicht vorhandenen Werbung glaubhaft wirkt)
  • und bringt keinen überflüssigen Schnickschnack mit.

Andererseits wurde die

  • Sicherheit des Dienstes und
  • der Zugriff auf Systemfunktionen (Adressbuch etc.) bemängelt.

WhatsApp wurde deshalb schon als Super-Wanze bezeichnet – unserer Meinung nach etwas übertrieben.

 

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WhatsApp: 22 Tipps für jeden Nutzer.

WhatsApp: Das ändert die Übernahme durch Facebook

Mit der Übernahme durch Facebook stellen sich einige Fragen.

1. Wird WhatsApp zukünftig kostenlos und stattdessen mit Werbung überschwemmt?

Eine Basis des Erfolgs von Facebook ist es, den Dienst kostenlos, aber mit Werbung anzubieten. WhatsApp dagegen ist werbefrei, dafür müssen wir eine Jahresgebühr von 89 Cent zahlen.
Welchen Weg WhatsApp nun nach der Übernahme durch Facebook gehen wird, nennt das Unternehmen im eigenen Blog: „Folgendes ändert sich für euch, unsere Nutzer: nichts.“ Das heißt also unter anderem: Keine Werbung in WhatsApp, keine Spiele, aber weiterhin eine Jahresabogebühr.

Wir wollen das glauben. Doch auf der DLD14 in München hat WhatsApp-Chef Jan Koum gesagt, dass WhatsApp unabhängig bleibt. Ein Monat später – jetzt – kam schon die Übernahme durch Facebook. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht…

 

2. Will Facebook WhatsApp längerfristig weiterführen?

Doch auch Mark Zuckerberg, Chef von Facebook, behauptet in einem Post, dass WhatsApp eigenständig weitergeführt, ja sogar ausgebaut wird: „Die nächsten Jahre werden wir WhatsApp helfen, zu wachsen und die ganze Welt zu verbinden.“

Facebook hat in den letzten Jahren viel Know How angesammelt, von dem WhatsApp profitieren könnte. Gerade in Sachen Sicherheit kann der Messenger noch nachlegen.

 

3. Was passiert mit dem Facebook Messenger?

Der Facebook Messenger soll nicht in WhatsApp integriert und auch nicht eingestampft werden. Zuckerberg sieht vielmehr zwei unterschiedliche Angebote in den beiden Messengern: Die Nachrichten-App von Facebook ist seiner Erklärung nach ein Chat zwischen Facebook-Freunden. WhatsApp sei eine gute Ergänzung, da der Dienst auf die Kommunikation mit allen unseren Kontakten abziele.
Also: Zuckerberg möchte beide Apps parallel weiterführen.

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