WhatsApp: In Zukunft nur noch mit Passwort und Account nutzbar?

Selim Baykara 6

Kommt demnächst der Passwort-Zwang in WhatsApp? Bislang konnten Nutzer WhatsApp einfach mit ihrer Telefonnummer verknüpfen und drauflos texten. Jetzt sind aber Hinweise darauf aufgetaucht, dass WhatsApp-Nutzer den Messenger demnächst mit einem Passwort und der E-Mail-Adresse sichern sollen. Ein erster Schritt in Richtung WhatsApp-Account?

WhatsApp: In Zukunft nur noch mit Passwort und Account nutzbar?

WhatsApp ist auch 2016 noch der mit Abstand beliebteste Messenger – auch wenn die Stimmung vieler Nutzer durch die Zwangsverknüpfung mit Facebook zuletzt ein wenig getrübt wurde. Ein Grund für den anhaltende Erfolg ist sicherlich die schnelle und unkomplizierte Einrichtung: Einfach den Messenger mit der eigenen Handy-Nummer verknüpfen und los geht’s. Jetzt sind Anzeichen dafür aufgetaucht, dass WhatsApp das in Zukunft ändern möchte.

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WhatsApp: Anmeldung nur noch mit Passwort und Account?

Auf der Webseite WhatsApp Translate lässt WhatsApp die Beschreibung von möglichen neuen Features von den Nutzern übersetzen. Ganz abgesehen davon, dass das ein cleveres Geschäftsmodell ist, finden sich hier immer wieder Hinweise auf neue Funktionen, die es in eine der nächsten Versionen des Messengers schaffen könnten. Genau hier wird es spannend: In den letzten Tagen tauchten einige verdächtige Hinweise auf, die darauf schließen lassen, dass WhatsApp demnächst verschüsselt wird.

Konkret wurde von WhatsApp-Übersetzungen für die folgenden Features gesucht:

  • If you don’t enter an email address, you won’t be able to recover your passcode if you forget it. Without your passcode, you won’t be able to access your WhatsApp account.
  • Confirm your email address.
  • This account is protected by two step verification. Please enter the correct passcode to continue.
  • Error removing passcode. Please try again later.

Auf Deutsch: Wenn man keine E-Mail-Adresse angebe, könne man sein Passwort nicht wiederherstellen, wenn man es vergessen sollte. Ohne das Passwort könne man wiederum nicht auf seinen WhatsApp-Account zugreifen. Eine weitere Übersetzung dreht sich um die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die den Account schütze – um Zugang zu bekommen, soll man das Passwort eingeben.

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Kommt die Zwei-Faktor-Authentifizierung für WhatsApp?

Die Hinweise auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung sind nicht ganz neu: Das Sicherheitsfeature ist bereits seit längerem bekannt und seit Juli 2016 in der Testphase. Die obigen Übersetzungen passen da recht gut ins Bild. Nutzer sollen anscheinend nicht nur die Rufnummer, sondern auch ihre E-Mail-Adresse hinterlegen. An diese Adresse wird dann – so die Vermutung – der Sicherheitscode des geschützten WhatsApp-Accounts geschickt.

Bleibt die Frage: Ist das neue Sicherheits-Feature verpflichtend oder haben Nutzer die Wahl, ob sie ihren Account mit E-Mail-Adresse und Passwort sichern? Eine endgültige Auskunft gibt es dazu derzeit noch nicht – im Moment sieht es aber eher danach aus, als ob es sich hierbei um eine optionale Funktion handelt. Auf WhatsApp Translate findet sich nämlich ebenfalls ein Übersetzung zu der Frage Are you sure you want to disable two-step verification for your account?

Zwei Faktor Authentifizierung deaktivieren

Heißt: Sind sie sicher, dass sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung in ihrem Account deaktivieren möchten? Das klingt nicht so, als ob es demnächst einen Zwang gibt, den kompletten Account mit einem Passwort zu verschlüsseln. Wahrscheinlicher ist es, dass WhatsApp den Nutzern überlässt, wie weit sie den Account absichern wollen. Sicherheitsmaßnahmen wie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wurden zwar verpflichtend eingeführt, allerdings musste der Nutzer dazu auch nicht weiter aktiv werden. Wir halten es daher für unwahrscheinlich, dass WhatsApp die derzeit ohnehin schon genervte User-Base mit  einer weiteren Zwangsmaßnahme verprellt.

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Bildquellen: WhatsApp Translate

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