Tipp: WhatsApp Datenschutz-Einstellungen

Marco Kratzenberg

Der WhatsApp Datenschutz ist immer wieder ein Thema. Immerhin muss der Anwender der App Zugriff auf seine Kontakte geben und überträgt damit Nachrichten, die auf einem Server gespeichert werden. Was kann man tun, um sich zumindest etwas zu schützen?

Tipp: WhatsApp Datenschutz-Einstellungen

Der Zugriff auf die Kontakte ist notwendig, damit die App eine Verbindung zwischen uns und unseren Freunden herstellen kann. Und Nachrichten oder Bilder müssen ja irgendwo bleiben, bis sie zugestellt werden. Das alles muss jedem Nutzer der App klar sein, wenn er über den WhatsApp-Datenschutz nachdenkt!

WhatsApp-Datenschutz-Probleme

WhatsApp braucht Zugriff auf unsere Kontakte, nutzt daraus aber nach eignen Aussagen nur die Telefonnummern. Diese werden auf den Firmenservern gespeichert, um sie miteinander abgleichen zu können. Nachrichten, Bilder und Videos werden ebenfalls gespeichert. Allerdings nur bis zu ihrer Zustellung oder maximal 30 Tage. Nicht zustellbare Nachrichten werden dann automatisch gelöscht.

Auf all das haben wir keinen Einfluss. Aber wir haben auf einige andere Daten Einfluss und können unsere eigenen WhatsApp-Datenschutzeinstellungen zumindest so bearbeiten, dass nicht jeder alles sehen kann.

WhatsApp Stalking nennt man es, wenn jemand ständig kontrolliert, wann jemand zuletzt online war und ob er die Nachrichten gelesen hat. Dabei führt insbesondere die zweite anzeige immer wieder zu Missverständnissen. Denn der zweite Haken bei WhatsApp bedeutet nicht, dass die Nachricht gelesen wurde. Sie wurde nur erfolgreich an das Empfänger-Handy übertragen. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Nachricht vom Sender an den Server gelangt ist (erster Haken) und dieser die Nachricht dann an den Empfänger geschoben hat. Daraufhin bekommt dieser vielleicht ein Tonsignal (wenn es nicht abgestellt ist) und kann vielleicht die Nachricht im Sperrbildschirm lesen – dazu gleich mehr.

Die größten WhatsApp-Datenschutz-Probleme für die meisten liegen darin, was ganz normale, neugierige Leute sehen können. Da geht es nicht um Verschlüsselung oder Spione. Da geht es darum, wann man zuletzt online war (wenn man doch angeblich geschlafen hat oder in der Vorlesung war) oder was ein Freund schnell lesen kann, wenn das Handy auf dem Tisch liegt. Und auf diese Dinge haben wir Einfluss.

Empfohlene WhatsApp Datenschutz Einstellungen

Manche Anwender wollen, dass man sehen kann, ob sie online waren oder eine Nachricht empfangen haben. Manchen ist es egal. Wer allerdings einen grundlegenden WhatsApp-Datenschutz will, muss man selbst aktiv werden. Bei seinen Datenschutz-Einstellungen kennt die App drei Zustände: Jeder – Meine Kontakte – Niemand.

Unter Einstellungen -> Account -> Datenschutz erreicht man schon mal ein paar wichtige Datenschutzoptionen. Wer kann den Status sehen? Wer kann das Profilbild sehen? Und vor allem: Wer kann sehen, wann man zuletzt online war? Im Extremfall jeder, der die Handynummer hat und einen in seine Kontaktliste aufnimmt, ohne dass man ihn selbst als Kontakt hat. Üblicherweise können die eigenen Kontakte das sehen. Und will man auf Nummer sicher gehen und sich ein bisschen Privatsphäre erhalten, dann stellt man den „Zuletzt-online-Status“ auf „Niemand“. Denn eigentlich muss doch niemand sehen, wann man online war, oder?

Um neugierige Mitleser abzublocken, reicht eine Veränderung der Sperrbildschirm-Einstellungen. In der Regel kann man dort angeben, ob überhaupt eine Anzeige eines Nachrichteneingangs erfolgt, ob man dort nur den Namen des Absenders oder die ersten Zeilen der neuen Nachricht sehen soll. Ist man zu bequem, vom Sperrbildschirm zu WhatsApp zu schalten, dann mag man diese Vollanzeige vielleicht. Sicherer ist aber, nur eine rudimentäre Anzeige zu wählen, um über die Wichtigkeit der Kontrolle zu entscheiden.

Und zuguterletzt haben wir noch Einfluss darauf, wie wir selbst bei den anderen landen. Unter Einstellungen -> Profil geben wir unseren Benutzernamen und unser Profilbild ein. Das ist der Name, unter dem unsere Nachrichten beim anderen auftauchen. Es reicht völlig aus, dass der Empfänger weiß, um wen es geht. Eventuelle Mitleser sehen dann vielleicht nur eine eingehende Nachricht von „Jan Mustermann“.

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