ISO-Datei öffnen - so geht's mit verschiedenen Methoden

Marco Kratzenberg

ISO-Dateien sind eigentlich nichts anderes als übliche Archivdateien. Viel Daten zusammengepackt in einem Container. Darum kann man sie auch öffnen und untersuchen.

ISO-Datei öffnen - so geht's mit verschiedenen Methoden

In der Regel sind ISO-Dateien mit der Anwendung verknüpft, die sie erstellt hat. Und das ist in der Regel ein CD-Brennprogramm. Diese Brennprogramme sind auf jeden Fall in der Lage, die ISO-Datei zu öffnen und eventuelle Nachbearbeitungen daran zu ermöglichen. Doch wenn man eine ISO-Datei aus dem Internet bekommen hat und nur mal nachsehen will, was da eigentlich drin steckt, dann reichen kleine Tools für diese Aufgabe.

Einen ISO-Film öffnen mit VLC

Während VLC als Player für alle möglichen Formate von Musik- und Videodateien beliebt ist, weiß doch kaum jemand, dass dieses Programm auch ISO-Dateien öffnen kann, die von Film-DVDs erstellt wurden. Dann zeigt der VLC Media-Player die Filme direkt an.

iso film oeffnen vlc

Das funktioniert ganz normal über den Datei-Öffnen-Dialog. Wir klicken auf „Medien – Datei öffnen“ und laden die ISO-Datei ins Programm. Sofort beginnt der Player, den Film abzuspielen. Wir können dabei vorspulen, pausieren, stoppen – VLV verhält sich beim Öffnen der ISO-Datei so, als würde es sich um eine ganz normale DVD handeln.

Eine ISO-Datei öffnen wie eine CD oder DVD

Eine ISO-Datei ist im Grunde ja das Abbild einer CD oder DVD. Also haben sich einige Programmentwickler gedacht, dass man dieses dann auch wie eine Silberscheibe laden kann. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Treiber, die in der Lage sind, solche Abbilder zu „mounten“. Damit ist das Einbinden eines neuen Laufwerkes gemeint und ein hilfreiches Programm zu diesem Zweck heißt WinCDEmu.

Wie der Programmname es schon andeutet, geht es um die Emulation einer CD aus einer Datei. Dabei ist das Verfahren denkbar einfach. Nach der Installation reicht ein Doppelklick, um eine ISO-Datei zu öffnen. Dazu wird sie als virtuelle CD eingebunden und bekommt einen eigenen Laufwerksbuchstaben zugeteilt. Die Möglichkeiten bzw. Einschränkungen entsprechen bei der Arbeit mit dieser ISO-Datei den Möglichkeiten einer CD. Soll heißen, dass wir Dateien ansehen und öffnen, aber nicht speichern, bearbeiten oder löschen können. Die ISO-Datei verhält sich also genauso wie eine schreibgeschützte CD. Um den Laufwerksbuchstaben wieder freizugeben und die ISO-Datei zu entladen, klickt man mit der rechten Maustaste auf den Laufwerksbuchstaben und wählt aus dem Kontextmenü „Auswerfen“.

Ein nettes „Nebenfeature“ des Programms ist die Option, damit auch ISO-Dateien einer CD anzufertigen. Da der Start von Programmen von der Festplatte immer noch deutlich schneller ist, als von einer CD, lohnt sich das durchaus. So hat man beispielsweise ein Spiel direkt auf der Festplatte, ohne jedes Mal die CD einlegen zu müssen. Um eine ISO-Datei aus einer CD zu erzeugen, muss man lediglich mit der rechten Maustaste auf das CD-Laufwerk im Explorer klicken und dann im Kontextmenü „ISO Image erzeugen“ anklicken. Dann noch Speicherort und Namen angeben und kurz darauf kann man die CD bzw. DVD beiseitelegen und fortan mit WinCDEmu die ISO-Datei öffnen.

Wenn man also beispielsweise die 1:1-Kopie einer Film-DVD als ISO-Datei bekommen hat, kann man sie mit WinCDEmu öffnen und sich den darin enthltenen Film ansehen, als hätte man die Original-DVD im Player.

Alternativ könnt ihr das Ganze auch mit Daemon Tools Lite machen: Windows 7, 10: Mount ISO – So funktioniert’s.

Weiter: Eine ISO-Datei öffnen und auf CD oder DVD brennen

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