Project Astoria eingestellt - Android-Apps unter Windows 10 bleiben Wunschtraum

Peter Hryciuk

Microsoft hat die Entwicklung von Project Astoria als Brücke zwischen Windows 10 sowie Windows 10 Mobile und Android anscheinend eingestellt. Seit der Ankündigung des Projekts auf der Build 2015 und großen Plänen mit der Gewinnung von Android-Entwicklern für die Windows-10-Plattform, sind viele Lücken und Probleme aufgetaucht, die nicht mehr im Sinne des Unternehmens und Projekts waren. Demnach soll die Entwicklung von Project Astoria zumindest ruhen. Ob das Projekt noch einmal aufgenommen wird, bleibt unklar.

Project Astoria sollte Android-Apps unter Windows 10 ermöglichen

Microsoft wollte mit Project Astoria Entwicklern die Portierung von eigenen Android-Apps zu Windows 10 und Windows 10 Mobile deutlich erleichtern. Mit einem Subsystem von Android konnten die Apps sehr einfach übertragen und lauffähig gemacht werden. So hätte man mit nur wenigen Handgriffen die eigene Android-App auch unter Windows 10 anbieten und mehr Nutzer erreichen können. Die ersten Probleme waren aber schnell da, denn andere Entwickler wollten nicht ihre eigenen Apps auf das System von Microsoft übertragen, sondern das Android-System und Android-Apps unerlaubt auf der Lumia-Hardware zum Laufen bringen. Genau das ist teilweise auch gelungen.

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So wurde durch eine Sicherheitslücke in Project Astoria Android als Betriebssystem auf einige Lumia-Smartphones übertragen. Gleiches war auch mit Apps und Spielen möglich. Entwickler hatten also auch bedenken, dass mit der Möglichkeit zur leichten Übertragung auf Windows 10 und Windows 10 Mobile die Piraterie gefördert wird. Eigentlich wollte Microsoft so die Vielfalt im Windows Store für die Nutzer vergrößern, doch die „Astoria Bridge“ ist noch nicht soweit, dass man diese final in die Betriebssysteme bringen könnte.

Es bleibt demnach unklar, was mit Project Astoria passiert und ob man das Vorhaben, Android-Apps unter Windows 10 einfach übertragen zu können, zukünftig wieder aufnimmt. Es wäre durchaus ein Gewinn für Microsoft und die Nutzer. Wenn man die Entwickler aber nicht auf seiner Seite hat und Probleme vorhanden sind, macht so eine Funktion für alle Seiten keinen zu großen Sinn.

Was sagt ihr zum Ende von Project Astoria?

Quelle: windowscentral via winfuture

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