Günstige Atom-PCs bekommen keine Windows-10-Updates mehr

Peter Hryciuk

Microsoft beendet überraschend die Unterstützung von älteren Intel-Atom-Prozessoren und verweigert den PCs das Update auf das Creators Update unter Windows 10. Wie steht es nun um die Zukunft der Windows-PCs?

Introducing the Windows 10 Creators Update.

Microsoft hat bereits in der Vergangenheit die Unterstützung für bestimmte Prozessoren eingestellt, doch dieses Mal kommt es ohne große Vorwarnung. Vermutlich hat das Unternehmen gedacht, dass es kaum einer merken würde, da die betroffenen Prozessoren schon etwas älter sind. Es trifft nämlich die Atom-Prozessoren der Clover-Tail-Serie, die vor einigen Jahren in sehr vielen günstigen Windows-8-Tablets und -Notebooks verbaut wurden. So konnten damals die Preise ordentlich gedrückt werden und die Leistung reichte aus, um trotzdem noch mit den PCs „normal“ arbeiten zu können. Jetzt ist das Ende nah – beziehungsweise schon eingeläutet.

Diese Atom-Prozessoren werden nicht mehr unterstützt

Betroffen sind die Intel-Prozessoren Z2520, Z2560, Z2580 und Z2760, die im Jahre 2012 und 2013 verbaut wurden. Das mag jetzt etwas alt klingen, doch es gibt immer noch Nutzer, die die älteren Atom-PCs verwenden, da die Geräte natürlich weiterhin funktionieren und auch ein Update auf Windows 10 bekommen haben. Doch danach ist auch Schluss. Schon das Creators Update, das vor einigen Monaten veröffentlicht wurde, kann nicht installiert werden und daran wird sich auch nichts ändern. Zuletzt hatte man noch auf einen Treiber von Intel gehofft, der das Upgrade ermöglichen würde. Doch Microsoft schiebt dem wohl nun einen Riegel vor.

Damit werden die Atom-PCs und -2-in-1-Geräte natürlich nicht unbrauchbar. Windows 10 kann mit dem vorhanden Funktionsumfang weiterhin verwendet werden und es gibt auch noch einige Monate Sicherheitsupdates. Wenn die Unterstützung aber ausläuft, sollte man aber über einen Wechsel nachdenken – wobei Intel auch keine neuen Atom-Prozessoren mehr anbietet und man eher auf teurere Produkte ausweichen muss.

via zdnet

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