Home Hub wird Teil von Windows 10 und Alternative zu Echo Show

Peter Hryciuk

Microsoft Home Hub wird laut neuesten Informationen kein smarter Lautsprecher wie Amazon Echo oder Google Home, sondern fester Bestandteil von Windows 10, um den PC als gemeinsame Informationsquelle zu nutzen.

Home Hub wird Teil von Windows 10 und Alternative zu Echo Show
Update vom 10.05.2017, 10:50 Uhr: Nur Stunden nach der offiziellen Vorstellung von Amazons Echo Show wurde Microsofts „Home Hub“ geleakt. Ein Zufall? Wohl eher nicht. Wie Ende Dezember 2016 berichtet, handelt es sich bei Home Hub um einen speziellen Startbildschirm, der wie Echo Show arbeitet. Alle Funktionen werden über Cortana per Sprache gesteuert und Informationen auf dem PC dargestellt. Der Vorteil liegt auf der Hand, man benötigt keine zusätzliche Hardware. Mit dem Creators Update 3, das im September veröffentlicht wird, integriert Microsoft Home Hub in das Betriebssystem. Cortana kann die Nutzer dann per Sprache erkennen, verschiedene Informationen geben und das smarte Zuhause steuern. Die Ankündigung könnte im Rahmen der Build 2017 stattfinden – oder auf dem Surface-Event am 23. Mai 2017 in China.

Originalartikel vom 05.12.2016:

„Home Hub“ wird ein Software-Feature von Windows 10

Bereits mit dem Creators Update für Windows 10 soll Microsoft erste Funktionen von Home Hub in das Betriebssystem integrieren. Wie bei vielen anderen Features von Windows 10 soll die Entwicklung aber kontinuierlich fortgeführt werden. Mit den Updates auf „Redstone 3“ Ende 2017 und „Redstone 4“ in 2018 sollen neue Funktionen folgen. Demnach würde zu Beginn der Einführung der volle Umfang von Home Hub noch nicht zur Verfügung stehen, man würde aber schon einen ersten Eindruck bekommen.

Microsoft hat bereits mit vorherigen Updates die Vorbereitung auf Home Hub in Windows 10 durchgeführt. So lässt sich die Sprachassistentin Cortana direkt vom Lockscreen aus nutzen. Dabei ist Home Hub kein smarter Lautsprecher, wie zuvor spekuliert wurde, sondern soll vom Einsatz auf einem PC profitieren. Durch die Darstellung auf einem Bildschirm können Informationen schneller und besser dargestellt werden, als nur per Sprache – was aber ebenfalls funktionieren wird. Erst kürzlich sind Gerücht zu einem Amazon Echo mit Display aufgetaucht. Die Schwäche des aktuellen Echo könnte mit einem Display ausgeräumt werden und Microsoft so Konkurrenz für Home Hub bekommen. Microsoft hat aber den Vorteil, dass die neue Funktion per Update auf existierende Geräte verteilt wird. Wer Home Hub nutzen möchte, wird also nichts dafür bezahlen und auch keine neue Hardware anschaffen müssen.

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Home Hub: Cortana hört immer zu

What’s a computer? Just ask Cortana.

 

Einen wichtigen Faktor spielt Cortana bei Home Hub. Die Sprachassistentin muss, wie bei Google Home und Amazon Echo immer zuhören, um Sprachbefehle aufnehmen zu können. PCs sollen diese Informationen darstellen und somit wieder mehr in den Mittelpunkt des Zuhauses rücken. Microsoft soll Herstellern dazu geraten haben, für 2017 All-in-One-Geräte zu bauen, die von dieser Funktion profitieren würden. Ein PC für die ganze Familie soll das Konzept sein. Es gibt mit „FamTana“ sogar einen eigenen Codenamen für Cortana im Home Hub. Ob sich die Funktionen aber unterscheiden, ist nicht bekannt.

Allgemeine Informationen würden auf einem Willkommensbildschirm dargestellt werden, die persönlichen Daten wären aber geschützt und jeder Nutzer hätte einen eigenen Account. Durch Home Hub könnten dann auch endlich Smart-Home-Produkte direkt vom PC aus gesteuert werden. Durch den Einsatz von Cortana und die Anbindung an verschiedene Services soll eine große Abdeckung und Kompatibilität gewährleistet sein. Das neue Design wäre Teil vom neuen Aussehen, welches mit „Windows Neon“ eingeführt werden soll.

Insgesamt ist Home Hub damit ein viel umfangreicheres Projekt, als bisher erwartet wurde. Alle Details sind noch nicht bekannt, Microsoft geht aber vermutlich den richtigen Weg und kann auf einen Schlag über 400 Millionen Windows-10-Geräte mit der Software ausstatten. Weitere Informationen dazu erhalten wir vermutlich im kommenden Jahr von Microsoft selbst – spätestens aber beim Launch des Creators Updates.

Quelle: windowscentral via theverge Update: theverge

 

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