Microsoft: Windows 10 ist die letzte Windows Version

Peter Hryciuk

Auf der vor wenigen Tagen stattgefundenen Ignite Konferenz hat Jerry Nixon erklärt, was es damit auf sich hat, dass Microsoft Windows 10 als die letzte Windows Version bezeichnet. Nach Windows 10 soll es laut aktuellem Stand tatsächlich keine neue Windows Version mehr geben. Das heißt natürlich nicht, dass Windows als Betriebssystem nun eingestellt wird, sondern die Entwicklung und Ausrichtung sich ändert. Die Zauberworte lauten Windows als Service und das könnte für die Kunden durchaus eine große Umstellung bedeuten.

Windows 10 ist die letzte Windows Version

Bereits bei der Veröffentlichung von Windows 8.1 und dessen neuen Funktionen haben die Entwickler von Microsoft im Hintergrund bereits an Windows 10 gearbeitet, durften aber natürlich nicht darüber sprechen. Jetzt ist es aber so, dass die Entwickler weiterhin an Windows 10 arbeiten und im Hintergrund nicht schon die Entwicklung von z.B. Windows 11 läuft. Auf lange Sicht möchte Microsoft Windows als Service durchsetzen und die Versionsnummern verabschieden. Es soll eine fließende Entwicklung geben und das Betriebssystem immer weiter um neue Funktionen erweitert werden.

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Das würde auch eine Umstellung bei der Monetarisierung bedeuten, denn die Entwicklungsarbeit muss natürlich bezahlt werden und Microsoft mit Windows 10 weiterhin Geld verdienen. Microsoft hat bereits jetzt das Betriebssystem in Bereiche aufgeteilt, die unabhängig voneinander mit neuen Funktionen ausgestattet und erweitert werden können. Windows 10 ist nicht nur überall und soll auf PCs, Laptop, Tablets, Smartphones, der Xbox One oder z.B. HoloLens laufen, sondern mit der Zeit auch individuell um Funktionen erweitert werden können. Zukünftig könnte das Unternehmen also das Startmenü erweitern oder neue Versionen von Office für Windows 10 verteilen, ohne eine komplett neue Version verkaufen zu müssen.

Mit Windows als Service würde man die Funktionen zukünftig vermutlich einzeln oder in einem Abo bezahlen können. Windows 7 und Windows 8.1 Besitzer bekommen Windows 10 zwar als kostenloses Upgrade und können es ohne Einschränkungen nutzen, zukünftig könnte Microsoft aber für neue Funktionen Geld verlangen bzw. nur Updates mit neuen Funktionen liefern, wenn die Abo-Gebühren bezahlt werden. Ist das nicht der Fall, würde man z.B. nur relevante Sicherheitsupdates erhalten.

Wie genau aus Windows 10 zukünftig Windows als Service werden soll und wie hoch die Gebühren ausfallen, ist aktuell noch nicht bekannt. Microsoft hat die Grundlage für diesen Weg mit Windows 10 gesetzt und verfolgt damit ein interessantes Ziel, welches auch für die Nutzer durchaus von Vorteil sein könnte. Keine guten oder schlechten Versionen mehr sondern ein Windows, welches immer weiterentwickelt wird. Klingt zumindest für uns nach einer guten Lösung, wobei die Details zeigen werden, ob der Weg auch richtig ist.

Was sagt ihr zu den Plänen von Windows als Service nach Windows 10?

via theverge

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