Windows 10: Anniversary Update killt Webcams

Marco Di Lorenzo

Nach dem Windows 10 Anniversary Update klagen viele User darüber, dass ihre Webcam nicht mehr funktioniert: Es wird entweder gar kein Bild angezeigt oder die jeweilige Software friert ein. Nun bekennt sich Microsoft zu den Problemen und kündigt einen Patch an. Doch auch ein Workaround könnte helfen.

Windows 10: Anniversary Update killt Webcams

Der Grund dafür, dass viele Webcams seit dem neuen, großen Update für Windows 10 ihren Dienst verweigern, ist eine Änderung in der Verarbeitung des Kamera-Streams. Denn seit dem Anniversary Update können mehrere Programme gleichzeitig auf eine Webcam zugreifen. Damit dadurch Speicher und Prozessor nicht unnötig belastet werden, wurde eine virtuelle Kamera namens „Windows Camera Frame Server“ ins System implementiert, die das Bildmaterial zuerst enkodiert und dann an jeweilige Software weiterleitet.

Keine MJPEG- und H.264-Unterstützung

Problem ist, dass der neue Kamera-Dienst nur noch das YUV2-Format beherrscht, allerdings nicht mehr die ebenfalls gängigen Standards MJPEG und H.264. Webcams die diese Kompressionsformate verwenden, werden somit nicht mehr unterstützt. Die Folge: Kein Bild oder Programme stürzen ab. Im MSDN-Forum bekennt sich ein Microsoft Entwickler bereits zu dem Problem, kündigt aber auch an, bereits an einer Lösung zu arbeiten.

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Registry-Hack hilft bei einigen Usern

Microsoft will im September einen Patch veröffentlichen, der zumindest die MJPEG-Unterstützung wieder herstellt. Eine Lösung für Cams die in H.264 streamen sei etwas komplizierter. Trotzdem will man früher oder später auch dieses Format in die neue virtuelle Kamera integrieren.

Viele User behelfen sich derweil mit einem inoffiziellen Workaround:

In der Windows-Registry muss dazu ein neuer Wert eingetragen werden. Viele berichten, dass das Problem dadurch gelöst werde. Bei einigen hat dies aber auch gar nichts bewirkt. Einen Versuch ist es auf jedem Fall wert. Als unerfahrener Anwender sollte man allerdings lieber die Hände von der Registry lassen.

Quelle: Heise, Golem

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