Windows 10 „Power Throttling“: Höhere Akkulaufzeit durch Drosselung von Apps im Hintergrund

Peter Hryciuk

Windows 10 wird mit dem Redstone-3-Update eine neue „Power Throttling“-Funktion erhalten, welche die Akkulaufzeit von mobilen Geräten spürbar erhöhen soll. So funktioniert’s.

Windows 10 „Power Throttling“: Höhere Akkulaufzeit durch Drosselung von Apps im Hintergrund

Windows 10 bekommt „Power Throttling“-Funktion

Microsoft hat das „Power Throttling“ in Windows 10 bereits in der Redstone-2-Version getestet, dann wieder entfernt und wird es im Insider Programm nun wieder einführen. Ziel ist es, die Akkulaufzeit von Laptops und Tablets zu steigern, indem die im Hintergrund laufenden Apps, die gerade nicht in Verwendung sind, gedrosselt werden. Es erinnert etwas an Lösungen von Browsern wie Chrome, die mit ungenutzten Tabs ähnlich verfahren, um die Systembelastung zu senken. Genau das gleiche macht Microsoft mit Programmen.

Microsoft Edge vs. Chrome vs. Firefox: Der Akkulaufzeittest.

Die Ersparnis liegt im Durchschnitt bei elf Prozent. Das mag auf den ersten Blick kein großer Sprung sein, ist aber trotzdem sehr willkommen, denn die Entwickler von Programmen müssen nichts an ihren Anwendungen verändern. Das „Power Throttling“ funktioniert automatisch und mit allen Anwendungen. Es gibt aktuell zwar eine Hardwareeinschränkung, wonach nur Intel-Prozessoren der 6. und 7. Generation unterstützt werden, bis zum finalen Release des nächsten großen Windows-10-Updates wird die Unterstützung aber ausgebaut.

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Welche Apps werden von Windows 10 gedrosselt?

Microsoft hat in Windows 10 ein neues System integriert, welches die Programme identifiziert, die du gerade verwendest und die wichtig sind. Dazu gehören alle Anwendungen, die im Vordergrund aktiv verwendet werden, aber auch Apps im Hintergrund, die Musik abspielen. Man muss sich also keine Sorgen machen, dass Windows 10 Musik stoppt, nur weil man den Player nicht im Vordergrund verwendet.

Alle „unwichtigen Apps“ werden gedrosselt, was im Task-Manager unter Details zu sehen ist. Die Benutzung von Windows 10 wird dabei nicht eingeschränkt. Der Wechsel zu Anwendungen, die gedrosselt sind, wird nahtlos verlaufen. Das System stellt den Apps die volle Leistung wieder zur Verfügung, wenn die Anwendungen in den Vordergrund kommen und verwendet werden.

Ihr habt zusätzlich die Möglichkeit, mit einem Schieberegler im Info-Center die Leistung direkt zu beeinflussen. Wollt ihr die beste Performance, schiebt ihr den Regler ganz nach rechts. Nutzt ihr euer Laptop mobil und braucht die Laufzeit, schiebt ihr den Regler nach links.

Das „Power Throttling“ in Windows 10 funktioniert nur bei mobilen Geräten, die mit einem Akku unabhängig vom Stromnetz verwendet werden. Desktop-PCs sind davon ausgeschlossen. Die Bezeichnung „Power Throttling“ ist vorläufig. Der Name für die Funktion könnte sich also noch ändern.

Quelle: Windows-Blog

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