Windows 10: Verbraucherorganisation will Schadensersatz für Probleme beim Upgrade

Peter Hryciuk

Das Upgrade auf Windows 10 wird zwar nicht mehr kostenlos angeboten, die Nachwirkungen bekommt Microsoft aber immer noch zu spüren. Nun fordert eine Verbraucherorganisation in England Schadensersatz in über 1.000 Fällen.

Windows 10: Unzufriedene Kunden fordern Schadensersatz

Die Verbraucherorganisation „Which?“ möchte von Microsoft Schadensersatz für Probleme, die durch das Upgrade auf Windows 10 verursacht wurden. Wir haben in der Vergangenheit oft über Problemfälle berichtet und auch das Verhalten von Microsoft dargelegt. Teilweise wurde das Upgrade auf Windows 10 installiert, obwohl die Nutzer dem nicht bewusst zugestimmt haben. Tatsächlich musste man einige Zeit aktiv widersprechen, damit das Upgrade nicht installiert wird. So hat es Microsoft nicht nur geschafft über 350 Millionen Windows-10-Nutzer in einem Jahr zu generieren, sondern auch viele Probleme geschaffen.

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Genau das möchte die Verbraucherorganisation „Which?“ nicht akzeptieren. Über 1.000 betroffene Nutzer haben sich dort nämlich gemeldet und verschiedenste Probleme geschildert:

  • Peripheriegeräte funktionieren nicht mehr
  • Accounts und der Abruf von E-Mails waren gestört und funktionierten nicht mehr
  • Dokumente und Daten wurden gelöscht
  • Die PCs wurden erheblich ausgebremst oder funktionieren nicht mehr, sodass eine Reparatur Dritter nötig war
  • Windows-7-Nutzer konnten in PCs und Laptops verbaute Hardware nicht mehr nutzen
  • Software wurde ohne Einwilligung deinstalliert
  • Microsoft Office 2010 wurde deinstalliert. Hatten die Nutzer den Key nicht mehr gespeichert, war die Office-Suite verloren

Interessierte Nutzer, die sich mit Windows gut auskennen, dürften viele der Probleme selbst in den Griff bekommen haben. Doch der Großteil der Nutzer kennen sich mit PCs nun einmal nicht aus und sind von einem Update, welches den PC lahmlegt oder größere Änderungen durchführt, überfordert.

Probleme bei Kontaktaufnahme mit dem Support

Die Verbraucherorganisation kritisiert zudem den Support, denn für betroffene Nutzer war es sehr schwer jemanden bei Microsoft zu erreichen, der dann auch wirklich helfen konnte. Deswegen fordert „Which?“ nicht nur Schadensersatz, sondern auch Verbesserung beim Support, um Nutzern besser beistehen zu können.

Ob Microsoft wirklich eine Entschädigung zahlen oder anderweitig etwas am Vorgehen ändern wird, ist nicht bekannt. Eine offizielle Reaktion steht noch aus.

Quelle: which via heise

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