Windows XP bis Windows 10: CIA-Tool „Athena“ knackt alle PCs

Peter Hryciuk 1

Die CIA hat laut WikiLeaks mit „Athena“ ein Tool entwickeln lassen, dass sich Zugriff auf alle PCs mit Windows-Betriebssystem verschaffen, Daten löschen oder platzieren und Malware installieren kann. Kann man sich schützen?

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CIA-Tool „Athena“ hat Zugriff auf alle Windows-PCs

Mit WannaCrypt haben wir gerade erst einen weltweiten Angriff auf Windows-PCs überstanden, der durch eine nicht an Microsoft gemeldete Sicherheitslücke eines US-Geheimdienstes möglich wurde. WikiLeaks hat nun aufgedeckt, dass die Central Intelligence Agency (CIA) ein mächtiges Tool besitzt, dass den Zugriff auf sämtliche Windows-PCs erlaubt. Betroffen sind dabei nicht nur ältere Modelle, die beispielsweise mit Windows XP laufen, sondern alle Version ab Windows XP – einschließlich Windows 10, der neuesten Windows-Version. Die CIA nutzt auch hier Sicherheitslücken des Betriebssystems, um sich Zugriff auf Windows zu verschaffen und riskiert dabei gleichzeitig, dass normale Nutzer Ziel von Hacker-Angriffen werden könnten.

Das CIA-Tool „Athena“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „Siege Technologies“ entwickelt. Es erlaubt nicht nur einfach den Zugriff auf Windows-PCs, sondern kann dort Daten löschen, platzieren und Programme installieren – beispielsweise Malware, die den Nutzer ausspioniert, ohne bemerkt zu werden. Im schlimmsten Fall könnten so natürlich auch belastende Dateien platziert werden. Vor Gericht dürfen so manipulierte Computer eigentlich nicht als Beweismittel angeführt werden. Man muss aber auch nachweisen können, dass ein Fernzugriff durchgeführt wurde. Das könnte bei der Beschlagnahmung des PCs durch eben jene Behörde für einen Verdächtigen mehr als schwierig werden. „Athena“ ist also ein mächtiges und gefährliches Tool.

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Gibt es einen Schutz gegen „Athena“?

Wenn Microsoft erfährt, welche Sicherheitslücken das CIA-Tool „Athena“ in den Windows-Versionen nutzt, dann werden diese auch geschlossen. Das hat Microsoft bereits bei WannaCrypt gemacht. Das Problem vor einigen Tagen war nur, dass die Updates bei vielen Unternehmen einfach nicht installiert wurden. Hacker haben die öffentlich gewordene Sicherheitslücke dann ausgenutzt und ein weltweites Chaos angerichtet. Die Veröffentlichung von WikiLeaks ist also ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Details bekannt werden, muss Microsoft schnell reagieren, um die Windows-Nutzer nicht in Gefahr zu bringen.

Aktuell scheint es keinen Schutz gegen das CIA-Tool zu geben, es ist aber trotzdem wichtig, alle Windows-Updates zeitnah zu installieren.

Quelle: wikileaks via stadt-bremerhaven

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