Eine Warnung mit der Bezeichnung Windows-Infektions-ID  verunsichert derzeit zahlreiche Windows-Benutzer. Während dem Surfen im Internet öffnet sich plötzlich ein Bluescreen-ähnliches Fenster, das den Nutzer dazu auffordert, sich mit einem angeblichen Microsoft-Techniker in Verbindung zu setzen. Hierbei handelt es sich allerdings um Betrüger, die sich Zugang zu eurem PC verschaffen wollen - es drohen Datenverlust, hohe Kosten und im schlimmsten Fall ein unbrauchbarer Rechner.

 

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Windows-Infektions-ID 13496587525: Vorsicht vor Internet-Betrügern

Watchlist Internet berichtet, dass sich bei einigen Windows-Benutzern in den vergangenen Tagen beim Surfen im Internet eine Fehlermeldung in einem neuen Fenster öffnet, das an einen Bluescreen erinnert. Die Fehlermeldung stammt angeblich von Microsoft und warnt den Nutzer davor, dass der eigene Computer mit Schadsoftware befallen sei. Um die Malware zu entfernen, solle man sich daher unter einer eigens dafür eingerichteten Microsoft-Hotline bei einem Techniker melden, der das Problem dann behebt.

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Windows Infektions ID
Die angebliche Fehlermeldung fordert Nutzer dazu auf, sich mit einem Techniker von Microsoft in Verbindung zu setzen. Bildquelle: Mimikama.at

Hier der genaue Wortlaut der Fehlermeldung Windows-Infektions-ID 13496587525:

Infektions-ID: 13496587525

Ernsthafte Sicherheitsrisiken wurden ggf. . Ihre persönlichen Fotos, Kreditkartendaten und Passwö rter wurden ggf. beeinträchtigt.
s wird dringend empfohlen, dass sie NICHT weiter Ihren Computer verwenden, bis Sie einen offiziellen Techniker kontaktiert haben. Hre IP ist gg. (xx.xxx.xxx.xxx) genau jetzt ein Ziel.
Bitte rufen Sie diese Nummer so schnell wie möglich an.

GEBÜHRENFREI 07-20881-103

Ein offizieller Techniker wird Ihnen helfen, jegliche Adware / Spyware auf Ihrem Computer zu entfernen.

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Windows-Infektions-ID 13496587525 ist Betrug

Die Tippfehler und die unbeholfenen Formulierungen sollten schon klar machen, dass es sich hierbei nicht um eine offizielle Kontaktanfrage von Microsoft handelt. Es kommt aber noch besser: Wer unter der Hotline anruft, wird tatsächlich mit einem Ansprechpartner verbunden. Dieser teilt einem dann in Englisch mit, dass der Computer Fehlermeldungen an Microsoft gesendet habe. Um das zu beheben, müsse man eine spezielle Software installieren, die dem Techniker Zugriff auf den Computer ermögliche.

Spätestens hier sollten natürlich die Alarmglocken schrillen: Wer die Software installiert, gewährt Unbekannten Zugang zum Rechner, die den Computer dann in aller Ruhe ausspionieren können.

  • Die Betrüger kopieren dabei sensible Daten, z.B. Passwörter und Logins.
  • Außerdem können sie Änderungen an den Einstellungen vornehmen.
  • Für die angebliche „Hilfe“ verlangen sie außerdem eine hohe Bezahlung.
  • Nutzer die nicht zahlen, müssen befürchten, dass der Rechner anschließend unbrauchbar gemacht wird.

Die vermeintliche Windows-Infektions-ID 13496587525 ist aufgrund der schlecht aufgemachten und fehlerbehafteten Warnmeldung relativ einfach zu durchschauen. Dennoch empfiehlt es sich, gut aufzupassen und Personen, die euch über das Internet kontaktieren, niemals einfach so Zugang zu eurem Rechner zu gewähren.

Microsoft Support – so erreicht ihr Microsoft

Daran erkennt ihr Betrug im Internet

Microsoft verschickt generell keine Aufforderungen per Browser, dass man einen Techniker anrufen solle. Warnmeldungen werden zudem immer direkt über das Betriebssystem und nicht in einem Browserfenster angezeigt. Darüber hinaus erkennt ihr Betrugsversuche wie die Windows-Infektions-ID 13496587525 anhand der folgenden Kriterien als Täuschung:

  • Tippfehler und grammatikalisch falsche Formulierungen
  • Aufforderung ohne weitergehende Prüfung, Programme auf dem Rechner zu installieren
  • Aufforderung auf Links zu klicken, die in Emails eingebettet sind
  • Verdächtig kurze Fristen
  • Sonder-Angebote, die zu gut sind, um wahr zu sein

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Leider lernen die Internet-Betrüger aber auch dazu. Viele neuere Phishing-Mails und Betrugsversuche sind inzwischen so professionell, dass sie nur schwer von aufrichtigen und ernstgemeinten Benachrichtigungen zu unterscheiden sind. Seit neuestem ist z.B. eine angebliche Amazon-Kundeninformation in Umlauf, die den Empfänger zu einer täuschend echt aussehenden aber falschen Amazon-Seite weiterleitet. Lest zum Thema daher auch die folgenden Artikel:

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