Herausfinden, ob man von der CPU-Lücke (Meltdown & Spectre) betroffen ist – so geht's

Robert Schanze

Ist euer PC von der CPU-Lücke Spectre und Meltdown betroffen? Und wenn ja, was muss man tun? Wir zeigen es euch.

So findet ihr heraus, ob ihr von der CPU-Lücke Meltdown & Spectre betroffen seid

Die CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre bedrohen nahezu alle Computer. So findet ihr heraus, ob ihr betroffen seid:

Ihr benötigt:

Anleitung

  1. Klickt mit der rechten Maustaste auf den Startmenü-Button und wählt Windows PowerShell (Administrator) aus.
  2. Gebt den folgenden Befehl ein:
    • Install-Module SpeculationControl
  3. Bestätigt die Installation zweimal mit dem Buchstaben J für Ja.

  4. Da die Standard-Policy es nicht erlaubt, die Microsoft-Befehle auszuführen, müsst ihr diese erst sichern (für spätere Wiederherstellung) und dann ändern. Das geht mit folgenden Befehlen.
    • $SaveExecutionPolicy = Get-ExecutionPolicy
    • Set-ExecutionPolicy RemoteSigned -Scope Currentuser
  5. Bestätigt wieder mit J.

  6. Nun wird das Script gestartet, das testet, ob euer PC betroffen ist. Gebt folgende Befehle ein:
    • Import-Module SpeculationControl
    • Get-SpeculationControlSettings

Sucht nun nach folgenden zwei Zeilen, relativ am Anfang:

1. Hardware support for branch target injection mitigation:

  • Der Eintrag bezieht sich auf die UEFI/BIOS-Firmware eures Computers.
  • Wenn hier „False“ steht, ist euer Rechner gefährdet für Spectre-Attacken und sollte durch ein Firmware-Update eures BIOS/UEFI aktualisiert werden.
  • Ihr könnt im Internet nach Firmware-Updates eures Mainboards suchen.

Unsere Bilderstrecke zeigt, wie ihr herausfindet, welches Mainboard ihr habt:

Bilderstrecke starten
10 Bilder
Welches Mainboard habe ich? Motherboard herausfinden!

2. Hardware support for branch target injection mitigation:

  • Der Eintrag bezieht sich auf Windows-Updates von Microsoft.
  • Wenn hier „False“ steht, ist euer Rechner durch Spectre- und Meltdown-Angriffe gefährdet.
  • Ihr solltet dann aktiv nach Windows-Updates suchen und diese installieren.

Unser Screenshot oben zeigt an, dass wir das Windows-Update installiert haben, aber noch ein Firmware-Update des Mainboards nötig ist.

PowerShell: Ursprüngliche Policy wiederherstellen

Stellt jetzt die ursprüngliche Policy wieder her mit folgendem Befehl in der PowerShell:

  • Set-ExecutionPolicy $SaveExecutionPolicy -Scope Currentuser
  • Bestätigt wieder mit J.

Wie stark wird mein Rechner langsamer durch einen Fix?

Ihr seht weiter unten die Zeile Windows OS support fpr PCID performance optimization is enabled:

  • Wenn dahinter „False“ steht, wird ein Fix des Problems eure CPU und den Rechner sehr wahrscheinlich spürbar langsamer machen.
  • CPUs ab Intel Haswell haben die Funktion integriert (true), sodass hier mit weniger Leistungseinbußen zu rechnen ist.

Tipp: Spectre und Meltdown: So stark werden die Performance-Verluste – sagt Google

Was muss noch gepatcht werden?

Achtet neben Mainboard-Firmware und Windows-Updates vor allem auf:

  • Browser-Updates
  • Hardware-Treiber
  • und andere Software, die ihr regelmäßig nutzt.

Googelt dazu am besten im Internet, ob die Entwickler für eure Software bereits Sicherheitsupdates veröffentlicht haben.

Was haltet ihr von der Namensänderung von Windows 9 auf Windows 10?

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