Bug lässt Windows 7 und 8 abstürzen – Webseite aufrufen reicht schon

Simon Stich

Nach WannaCry kommt $MFT: Ein Bug bei Windows 7 und Windows 8 lässt das System langsam werden – nur um anschließend ganz abzustürzen. Dazu reicht es schon, ein Bild im Browser aufzurufen. Microsoft hat das Problem noch nicht gelöst.

Bug lässt Windows 7 und 8 abstürzen – Webseite aufrufen reicht schon

Zugegeben, die Ransomware WannaCry ist ein anderes Kaliber. Statt Geld zu erpressen, damit Nutzer wieder an ihre Dateien bekommen, reicht es $MFT schon, wenn Systeme abstürzen. Hinter $MFT steht allerdings kein Hacker oder Wladimir Putin oder Kim Jong-un, sondern Microsoft selbst. Aber der Reihe nach.

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Ordner namens $MFT bringen Windows ins Schwitzen

Der Bug ist zu Beginn der Woche erstmals aufgefallen. Bei manchen Betriebssystemen mit NTFS-Dateisystemen speichert Windows in Ordnern mit dem Namen $MFT spezielle Metadaten. Ein Aufruf von Inhalten dieses Ordners durch den Nutzer ist nicht vorgesehen – Windows kommt damit nicht klar, wenn dennoch zum Beispiel Bilder aus diesem Ordner angefordert werden.

Windows 10 ist von dem Bug allem Anschein nach nicht betroffen. Bei Windows Vista, 7 und 8 führt ein Aufruf eines Bildes aus dem $MFT-Ordner dazu, dass das System immer langsamer wird, bis es schließlich ganz aufgibt. Manche Nutzer haben auch schon von einem waschechten Bluescreen berichtet – spätestens dann ist ein Neustart erforderlich.

Der Bug könnte von Webseiten ausgenutzt werden, die bewusst Bilder aus einem $MFT-Ordner laden wollen. Während manche Browser den Zugriff auf Dateien von gesperrten Ordnern dieser Art verhindern, lässt der Internet Explorer dies aktuell noch zu. Microsoft weiß laut Ars Technica UK um den Bug. Wann das Problem aus der Welt geschafft wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

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Ähnliches Problem wie in den 90ern

Die Problematik erinnert an längst vergessene Windows-Probleme aus den 90er Jahren. Bei Windows 95 und 98 hatte alleine schon die Erstellung von Ordnern wie C:\con\con dazu geführt, dass sich das System verabschiedet. Nun ist der Bug also in einer zeitgenössischen Variante wieder zurück.

Quelle: Ars Technica UK via The Verge

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