X-Proxy

Marco Kratzenberg

Anonym surfen mit sicheren, anonymen Proxys. Das verspricht die Software X-Proxy. Klappt prinzipiell auch ganz gut, hat aber seine Schwächen.

Wer schon einmal versucht hat, anonym durchs Internet zu surfen, wird schnell auf die größten Probleme dieses Unterfangens gestoßen sein. Wenn diese Proxys kostenlos sind, dann sind sie auch hoffnungslos überlaufen und stecken an langsamen, billigen Leitungen. Daran ändert auch X-Proxy nichts. Das bedeutet, dass man zwar durchaus seine IP und Herkunft verschleiern kann, aber stark zu Lasten der Verbindungsgeschwindigkeit. Ein weiteres Problem ist natürlich, dass man diesen Proxys einen starken Vertrauensbonus geben muss. Niemand weiß, wer auf diesen Servern in Afrika, China, Südamerika etc. die Daten abfängt und ggfs. mitliest.

Wem das egal ist oder wer für einen kleinen Streich nur mal eben eine andere IP braucht, der kann X-Proxy ruhig mal ausprobieren. Es geht aber auf jeden Fall sehr, sehr langsam und die Wahrscheinlichkeit, einen schnellen Proxy zu erwischen, ist gering.

Wie funktioniert X-Proxy?

Generell kann bei jedem Browser der Datenverkehr so eingestellt werden, dass alle Seitenabrufe und das Ansteuern der Seiten über einen frei bestimmbaren Proxy-Server laufen. Den kann man sich auf zahlreichen Seiten im Internet suchen, ihn in der Konfiguration eintragen und schon laufen die Daten darüber. Diese Arbeit kann uns X-Proxy ersparen und es tut noch einiges mehr.

Nach der Installation scannt das Programm aus einer vorbereiteten Liste nach erreichbaren Proxys und stellt auch gleich deren Reaktionsgeschwindigkeit fest. Dass sie auf solche Pings schnell reagieren heißt aber nicht auch zwangsläufig, dass die Daten darüber schnell laufen. Mit einem Doppelklick auf einen Proxy-Server aus der Liste stellt das Programm die Verbindung her und ab sofort läuft jeglicher Datenverkehr des Internets darüber. Das betrifft dann auch das Mailprogramm oder FTP-Tools. Ob man seine IP versteckt, sieht man jederzeit oben im Programm. Dort wird die reale IP angezeigt und darunter die Fake-IP. Nach dem Schließen des Programms läuft alles wieder über die normale IP des jeweiligen Internetanbieters.

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