OS X-Tourismus: Apple beschert Yosemite-Nationalpark Besucheransturm

Ansgar Warner 2

Apples Naming-Strategie hat sehr konkrete Auswirkungen: seit dem Start von OS X 10.10 Yosemite im letzten Jahr hat das Interesse an Amerikas ältestem Nationalpark schlagartig zugenommen. Apple kann das nur recht sein, schließlich ist das Unternehmen um ein grünes Image bemüht.

OS X-Tourismus: Apple beschert Yosemite-Nationalpark Besucheransturm

Erst waren es Tiernamen wie Tiger, Löwe oder Leopard, dann wurde es mit Yosemite und El Capitan geographisch: die Codenamen für Apples OS X-Versionen machen aus bloßen Zahlenreihen eine Art poetische Nummernrevue, und prägen den Sprachgebrauch der Nutzer. Doch nicht nur das: offenbar wird auch das Denken und Handeln beeinflusst, wie das Beispiel von OS X 10.10 Yosemite zeigt, benannt nach dem Yosemite-Nationalpark. Das Naturschutzgebiet an den westlichen Hängen der Sierra Nevada hat die Nordamerikaner nämlich noch nie so stark interessiert wie seit dem Start von Apples gleichamigen Betriebssystem.

Interesse am Nationalpark so groß wie nie

Der Washington Post zufolge gab es 2014 bei Google-Anfragen zwei große Spikes beim Suchwort Yosemite: einmal im Frühjahr, als das neue OS angekündigt wurde, und einmal im Herbst zum offiziellen Launchtermin. Während sich dies noch mit bloßem Interesse für das neue Betriebssystem erklären ließe, weisen die Statistiken bei Wikipedia in eine andere Richtung: dort boomten nämlich zeitgleich Anfragen nach dem Yosemite Nationalpark. Einen weiteren Hinweis liefert Hotel.com: die Zahl der Buchungsanfragen für Hotels rund um den Park stiegen zur Zeit des Yosemite-Launchs dem Portal zufolge um mehr als 20 Prozent an.

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Wie bewusst betreibt Apple die Naming-Strategie?

Auch die Besucherzahlen des Parks steigen nach einigen Jahren der Stagnation derzeit wieder an. Zum Glück für Yosemite ist ja auch das aktuelle OS X El Capitan nach einer berühmten Felsformation im kalifornischen Nationalpark benannt. Ob Apple sich bei der Benennung der OS X-Versionen bisher wirklich große Gedanken über den eigenen Einfluss auf die Alltagskultur gemacht hat, ist natürlich eine andere Frage. Doch vielleicht ändert sich das angesichts der positiven Folgen für den Yosemite-Nationalpark ja gerade – das grüne Image des Konzerns könnte davon profitieren.

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