Streaming zur WM: So hinken Zattoo und Magine TV hinterher

Julien Bremer 4

Zur Fußball-WM greifen viele Nutzer auf Streamingangebote von Zattoo, Magine TV und weiteren Anbietern zurück. Doch zu diesem Event ist die Verzögerung der Anbieter besonders ärgerlich. Ein Vergleich zeigt, wie lange ihr bei den einzelnen Plattformen hinterherhinkt.

Streaming zur WM: So hinken Zattoo und Magine TV hinterher

Die Fußball-WM sorgt bei den öffentlichen-rechtlichen Sendern für Traumquoten. Das Achtelfinalspiel der DFB-Elf gegen Algerien im ZDF verfolgten ganze 28,21 Millionen Zuschauer. Doch neben den Sendern freuen sich auch zahlreiche Streaming-Anbieter über den hohen Zuspruch. Klar, wer kein Fernsehsignal empfängt, greift auf die Möglichkeiten über das Internet zurück, um die Spiele sehen zu können. Laut Onetvmag konnte sich Zattoo über 120.000 Zuschauer pro Partie bei den Vorrundenspielen freuen. Die Tendenz wird in der heißen K.O.-Phase des Turniers sicherlich nach oben gehen.

Doch Streaming ist nicht gleich Streaming. Denn je nachdem, auf welchen Anbieter man setzt, kann es zu herben Verzögerungen kommen. Die Nachbarn können schon auf das erste Tor angestoßen haben, da ist auf eurem Bildschirm der Spielzug noch nicht mal zu erkennen.

Wir haben bereits in der Vorrunde die WM-Streams auf dem iPad getestet. Heise.de hat jetzt die Verzögerungen im Achtelfinale verglichen und kam auf ein ganz ähnliches Ergebnis wie wir. Das Portal hat sich zusätzlich die einzelnen Übertragungswegen des klassischen Fernsehsignals angesehen – auch hier gibt es beachtliche Unterschiede. Frei nach dem Motto: Während in Villarriba schon gejubelt wird, wird in Villabajo noch gezittert. Mit „Live“ hat das mitunter nicht so viel zu tun.

Zuerst sehen die Satellit-SD-Nutzer was auf dem Platz passiert, dicht gefolgt von den HD-Nutzern via Satellit. Darauf folgen Zuschauer, die über DVB-T ihr Fernsehsignal empfangen. Immerhin drei Sekunden Verzögerung gibt es schon beim analogen Kabelanschluss. Gleich doppelt soviel sind es beim digitalen Kabelempfang. Dann klafft eine deutliche Lücke und die Entertain-Kunden sehen erst 14 Sekunden nach den Satellit-SD-Nutzer, ob Neuer beim Rauslaufen mal wieder erfolgreich Kopf und Kragen riskiert hat. Der Streaming-Dienst hat eine Verzögerung von 16 Sekunden. Eine Sekunde mehr weist das Das Erste Live im Internet auf. Zattoo hat eine Verzögerung von satten 29 Sekunden und Neuling Couchfunk liegt mit 40 Sekunden auf dem letzten Platz.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Im Vergleich zu den Vorrundenspielen haben die Streaming-Anbieter kräftig an ihren Diensten geschraubt. Da hatte Magine beispielsweise noch eine Verzögerung von ganzen 90 Sekunden.

via heise.de

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