Der Verschleiß der Smartphones geht immer schneller voran. Google könnte mit dem „Project Ara“ bereits nächstes Jahr das Nutzungsverhalten grundlegend ändern. Im April findet die erste Entwicklerkonferenz statt.

 

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Das 100-köpfige Entwicklerteam vom „Project Ara“ arbeitet an der Umsetzung eines modularen Smartphones. Die Bezeichnung kommt von dem Begriff „Module“, aus welchen sich das Gerät zusammensetzen  wird. Die Teile werden einzeln kaufbar sein und das Gerät wird sich auch nach der Veraltung der einzelnen Teile aufrüsten lassen.

Project Ara: Die Vorteile des Eigenbau-Smartphones

Damit würde nicht nur der Kaufpreis sinken und die Müllentstehung reduziert werden, auch weitere Vorteile sind aus diesem Konzept zu ziehen: Nutzer rüsten ihr Gerät nur mit den Teilen aus, die sie wirklich benötigen, wodurch der Geldbeutel sowie der Akku geschont wird. Außerdem muss man sich nicht mehr vom Hersteller vorgeben lassen, mit welchen Komponenten das Gerät ausgestattet wird. Die Hardware-Plattform ist offen, jeder Hersteller, der möchte, kann mitmischen. PC-Nutzern (vor allem im Gaming-Sektor) sind die oben genannten Vorteile mit Sicherheit bekannt.

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Project Ara: Entwicklerkonferenz am 15. und 16. April in Mountain View

Das Projekt wurde ursprünglich von Motorola unter dem Schirm von Google entwickelt, nach dem Verkauf an Lenovo zogen die Mitarbeiter in die Büros des Suchmaschinenriesen um. Am 15. und 16. April soll eine erste Entwicklerkonferenz stattfinden, die sich vor allem mit dem Entwicklerkit beschäftigt und offene Fragen klären soll. Bis jetzt ist nämlich ziemlich wenig von dem Projekt bekannt. Die Konferenz könnt ihr live im Internet verfolgen, Plätze für die Konferenz im historischen Computermuseum von Mountain View kosten bis zu 100 US-Dollar.

Phoneblocks

Unter dem Namen „Phoneblocks“ stellte Motorola erstmals das Projekt vor (Video)

Alu-Rahmen des „Project Aras“ für 50 US-Dollar erhältlich

Im nächsten Jahr soll das modulare Mobiltelefon bereits im Handel erhältlich sein. Der Aluminium-Rahmen, der das Gerät zusammenhält und sozusagen das „Mainboard“ des Gerätes darstellt, soll um die 50 US-Dollar kosten. Erste Bauteile für den Steckkasten werden die Kamera, der Arbeitsspeicher sowie Prozessoren und Displays sein. Zusammengehalten werden die Teile durch einen Magnetmechanismus, der durch eine Anwendung auf dem Smartphone gesteuert werden kann. Diese gibt auch erste Instruktionen zum Umgang mit dem Gerät.

via t3n
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