iPhone 7, Apple Watch Series 2 und Super Mario: Apple-Event in der Zusammenfassung

Thomas Konrad 31

Kein Kopfhöreranschluss und ein zwei Jahre altes Design: Wie Apple das dem Publikum verklickert hat und mehr, gibt es hier in der Zusammenfassung.

iPhone 7, Apple Watch Series 2 und Super Mario: Apple-Event in der Zusammenfassung

Das gibt es nicht alle Tage: Tim Cook singt einen Song von One Republic — zusammen mit James Cordon. Im Trio mit Pharrell Williams gibt der CEO im Anschluss noch „Sweet Home Alabama“ zum Besten. Das im Voraus aufgezeichnete Video führte direkt zum ersten Programmpunkt: Carpool Karaoke. Das Late-Night-Segment hat sich Apple exklusiv gesichert. Cook verspricht unterhaltsame Ausgaben für Apple-Music-Abonennten.

Ein neuer Gast im App Store

17 Millionen Apple-Music-Abonennten, 140 Milliarden App-Store-Downloads. An diesem Abend war wohl etwas Zeit für Zahlen übrig. Bei vergangenen Produktpräsentationen hat der CEO das Segment gerne einmal übersprungen — es stand vieles auf dem Programm. Auch heute.

„Einer hat im App Store aber gefehlt“, merkt Cook an und meint: Mario. Erfinder Shigeru Miyamoto ist persönlich anwesend und bekommt viel Applaus. Mitgebracht hat er ein neues Jump-and-Run-Spiel für iOS. „Super Mario Run“ soll pünktlich zur Weihnachtszeit fertig werden, verspricht Miyamoto. Ein Preis ist derzeit nicht bekannt.

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Apple-Event am 25. März: Neues iPhone, iPod touch… was dürfen wir erwarten?

iWork für Teams

Mit iWork können Teams künftig zusammen an einem Dokument arbeiten. Unklar ist, wann die neue Funktion verfügbar sein wird. Ein größeres Update der Software hat Susan Prescott, bei Apple unter anderem für iWork zuständig, nicht versprochen. Es dürfte in den kommenden Tagen oder Wochen also ein kleineres Update für Apples Office-Software geben.

Pokémon Go auf der Apple Watch

Es sei die Smartwatch Nummer 1, sagt Cook stolz. Doch die Apple Watch hat sich im vergangenen Jahr auch einen Podestplatz im gesamten Markt für Armbanduhren gesichert – in nur acht Monaten. Übertroffen wurde Apple nur von Rolex.

Und noch eine freudige Nachricht für Spiele-Fans: Pokémon Go kommt auf die Apple Watch. Über 500 Millionen Downloads zählen die Entwickler seit Marktstart. Die App auf der Apple Watch wird über wilde Pokémon und Pokéstops informieren, zeigt dazu, welche Tierchen sich im Umfeld befinden.

Apple Watch: Zeit für „Series 2“

A-W-Hero

Schwimmen mit der Apple Watch? Mit der neuen Generation namens „Series 2“ ist das kein Problem — auch täglich. In einem Simulator hat Apple das ausgiebig getestet. Man müsse sich also keine Sorgen machen. Die neue Uhr hält einem Druck von 50 Metern stand.

Im Inneren der Uhr, die auf den ersten Blick unverändert wirkt, arbeitet ein neuer Prozessor mit zwei Kernen: Er soll die doppelte Grafikleistung bieten. Das neue Display soll im Vergleich zur ersten Generation bis zu doppelt so hell sein. Ein helleres Display gebe es, so Jeff Williams, bei keinem anderen Apple-Produkt.

Wie erwartet bekommt die Apple Watch einen GPS-Chip. Dazu gibt es ein neues Gehäusematerial: Keramik. Das sei vier mal härter als Edelstahl. Vielleicht aber nicht so bruchfest. Die Apple Watch aus Keramik ist das neue Edition-Modell und kostet zwischen 1.449 (38 mm) und 1.499 Euro (42 mm).

Apple Watch Nike+ heißt ein neues Modell der Apple-Uhr, die speziell für Läufer gedacht und in Zusammenarbeit mit Nike entstanden ist. Die Uhr hat ein Sportarmband mit Löchern — für mehr Flexibilität.

Die neue Apple Watch gibt es ab 419 Euro, die alte bleibt — aber mit dem neuen Prozessor! — im Programm, für 319 Euro. Die Nike-Modelle werden ebenfalls 419 Euro kosten. Vorbestellen kann man ab Freitag. Das neue Betriebssystem, watchOS 3, kommt am 13. September. Die neue Uhr liefert Apple ab em 16. September aus.

iPhone 7

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Tim Cook spricht von einem „neuen Design“ und meint damit wohl vor allem das neue schwarze Gehäuse in Hochglanz-Ausführung. Das hebt das iPhone 7 tatsächlich von seinen Vorgängern ab. „Jet Black“ — Diamantschwarz — heißt die neue Farbe. Eine zweite neue Farbe heißt einfach nur „Black“, scherzt Phil Schiller. Dieses iPhone ist deutlich dunkler als seine Vorgänger.

Der Homebutton ist ebenfalls neu und bestätigt Gerüchte: Er ist an die Taptic Engine gekoppelt und funktioniert ähnlich wie Apples neue Trackpads. Das iPhone 7 ist wasser- und staubresistent nach dem IP67-Standard.

Sowohl das iPhone 7 als auch das iPhone 7 Plus bekommen eine optische Bildstabilisierung und eine neue sechsteilige Linse. Neu sind auch der Bildsensor und der True-Tone-Blitz — dort arbeiten nun vier LEDs. Auf der Vorderseite gibt es nun mehr Megapixel: Sieben statt fünf. iSight- und FaceTime-Kamera nehmen Bilder in einem vergrößerten Farbspektrum auf.

Beim iPhone 7 Plus verbaut Apple zwei Kameralinsen. Die zweite — eine Telephoto-Linse — lässt die ein andere Spielerei mit dem Zoom zu. Ohne Verluste kann man ein Bild nun auf die doppelte Größe heranzoomen. Auch der Software-Zoom ist dank der zweiten Kamera besser.

Ein neuer Foto-Modus für Portraits, den Apple als Software-Update nachreichen will, nutzt die zweite Kamera ebenfalls. Sie sorgt dann für den so beliebten Bokeh-Effekt, der die fotografierte Person durch Unschärfe im Hintergrund stärker in den Vordergrund rückt.

iPhone 7 im Hands-On.

„Das iPhone ersetzt keine Spiegelreflex, aber das ist die beste Kamera, die je in einem Smartphone verbaut wurde“, fasst Phil Schiller zusammen.

Apple verspricht Stereo-Sound im neuen iPhone. Die neuen Lautsprecher sind angeblich auch doppelt so laut.

Apple liefert das iPhone 7 mit einem Lightning-Kopfhörer und einem Adapter aus. Mit diesem lassen sich weiterhin auch gewöhnliche kabelgebundene Kopfhörer verwenden. Womit begründet der Hersteller nun den Wegfall der Klinkenbuchse? Mit Mut! Die über 100 Jahre alte Technik hat nun also ausgedient.

Apples neue Smartphone-Generation im Überblick:

iPhone 7 bei Apple *

AirPods

Airpods

„Wir glauben an eine Zukunft ohne Kabel.“ Mit diesem Satz beginnt Apples Produktvideo für ein neues Produkt: Kabellose Kopfhörer mit Namen AirPods. Sie sind mit einem hauseigenen Chip, dem Apple-W1-Chip, ausgestattet. Und mit Bewegungssensoren. Mittels Tippen auf die Kopfhörer kann man dann zum Beispiel Siri aktivieren. Apple verspricht insgesamt 24 Stunden Musikgenuss. In die Zahl ist jedoch auch das mitgelieferte Transport-Case eingerechnet, mit dem man die AirPods aufladen kann. Sie selbst halten fünf Stunden.

Besonders elegant ist der Pairing-Prozess: Um die Kopfhörer mit dem iPhone zu verbinden, öffnet man schlichtweg die Box.

Die AirPods sind ab Ende Oktober erhältlich, zu einem stolzen Preis von 179 Euro.

A10 Fusion

Zwei leistungsfähigen Prozessorkernen stehen im neuen iPhone zwei weitere zur Seite. Die zusätzlichen Kerne sind besonders effizient und sorgen bei einfachen Tätigkeiten für eine längere Akkulaufzeit.

Auch die Grafikleistung hat sich verbessert. Der neue Chip ist 50 Prozent schneller als der Vorgänger im iPhone 6s.

Im Vergleich zum iPhone 6s verspricht Apple bis zu zwei Stunden mehr Akkulaufzeit. Wer von einem 6 Plus auf das 7 Plus umsteigt, bekommt laut Hersteller eine Stunde zusätzlich.

iPhone 7: Preis

Apple verdoppelt den Speicher durch die Bank: 32, 128 und 256 GB sind die neuen Größen. Das kleine Modell bekommt man hierzulande ab 759 Euro, das große ab 899. Das Hochglanz-iPhone in Diamantschwarz wird es jedoch nur mit 128 und 256 GB geben.

Apple behält das iPhone 6s im Programm — immerhin aber mit dem doppelten Speicherplatz.

Vorbestellen kann man ab dem 9. September. Eine Woche später, am 16., kommt das Gerät in die Läden.

MacBook Pro und macOS Sierra

Weder zu neuen Macs noch zum neuen Betriebssystem, macOS Sierra, hat sich Apple geäußert. Die Website des Herstellers verrät jedoch: Die Software kommt am 20. September.

 

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