CeBIT 2011: (Un)brauchbares für jedermann

Sebastian Trepesch 9

3D, Scanner, Drucker, Kleinelektronik und weiterhin die Flut der (Android-)Handys: Die CeBIT 2011 hat nicht nur Interessantes für das Fachpublikum, sondern auch für den Otto-normal-Home-ITler. Die Ausstellerliste sei dieses Jahr „wie das Who-is-who des internationalen Channels“, freut sich die Messeleitung. Und ab morgen sicher auch die Besucher.

In wenigen Stunden eröffnet die Bundeskanzlerin die CeBIT 2011. Die bekannte deutsche Messe ist in erster Linie eine Anlaufstelle für das Fachpublikum. Doch im Kampf um die Publikum und Bedeutung öffnet sich die CeBIT immer mehr dem „gewöhnlichen Publikum“. Eine Reihe von Produktankündigungen bezeugen diesen Trend, hier eine Auswahl von Vorankündigungen:

Mobil

Handy wird Spielkonsole? Spielkonsole wird Handy? Noch deutlicher als das iPhone integriert das Xperia Play von Sony Ericsson die Spielewelt im Mobiltelefon. Im März soll das Gerät für rund 650 Euro erhältlich sein. Auch wenn es die CeBIT das Andrioid-Handy groß auf den Plan schreibt – eigentlich wurde das Telefon schon vor kurzem auf der CES in Barcelona vorgestellt. Jetzt kann es auch das deutsche Publikum ausprobieren.

Es wird nicht das einzige Handy auf der CeBIT sein. HTC stellt einige Modelle vor, darunter das Incredible S mit 8 Megapixel Kamera Designsprache sowie zahlreiche Innovationen wollen das „mobile Erlebnis auf ein neues Niveau heben“ findet Peter Chou, CEO der HTC Corporation. Weniger auf Pixel, als auf 3D setzt ein Android-Produkt: Aufgrund Doppel-Linsen-Kamera und speziellem LCD-Touchscreen für die 3D-Wiedergabe kann das Smartphone P920 Optimus 3D dreidimensionale Fotos und Videos aufzeichnen. Konkurrenz-Modell Motorola Atrix will durch neuartige Online-Bedienoberfläche und Dockingstation zum vollwertigen Notebook-Ersatz werden.

Wo Smartphones vorgestellt werden, sind Tablet Computer nicht weit. macnews.de hofft, einen Blick auf den Tablet Computer von AOC in Halle 15, D35 werfen zu können – schließlich soll es deutlich weniger als die Hälfte des iPads kosten. Kann das gut gehen?

A propos iPad: Der heimliche Star der CeBIT will werden – der iPad Butler Bodenständer. Etwas hoch gegriffen? Nein, viele Aussteller sollen ihn zusammen mit dem Tablet Computer von Apple für die Präsentation der eigenen Produkte benutzen. Wir werden sehen.

Dreidimensional

Eben schon kurz angerissen: 3D. Von den Herstellern ACL, Aiptek, Schneider Digital, Tridelity, Vestel und Visenso sind Produktpräsentationen zu diesem Thema angekündigt – vom großzügigen Werbedisplay bis zum kompakten 3D-Camcorder. Noch relativ neu hierbei: Eine 3D-Brille wird nicht benötigt. „Autostereoskopische Displays sind in der Lage, räumliche Bilder direkt im Display zu erzeugen – mit Hilfe integrierter Streifenmasken oder Linsenraster, die das Licht in verschiedene Richtungen streuen“, erklärt eine Messeinformation. Auch erste medizinische Geräte kommen auf den Markt.

Peripher

Natürlich präsentieren die Aussteller auch Produkte rund um den Desktop-Rechner. Fujitsu zeigt eine Designstudie des nach Herstellerangaben weltweit ersten kabellosen Monitors. Die Entwicklung basiert auf der Stromtechnologie des Fraunhofer ENAS Instituts sowie Partnern eines vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojektes. Somit laufen nicht nur Bildschirmsignal, sondern auch Stromversorgung kabellos – letzteres über Induktion. Innerhalb eines Jahres sollen erste Modelle mit der kabellosen Stromversorgung auf den Markt kommen.

Gleicher Hersteller, aber Eingabe- statt Ausgabegerät: der ScanSnap S1100. Der USB-Dokumentenscanner kann per Knopfdruck Dokumente direkt „in die Cloud“ scannen. Fujitsu ist in mehreren Hallen vertreten, zentraler Ausstellungsbereich ist Halle 2, B38.

Eine Revolution der optischen Maus will A4Tech mit der V-Track-Maus einläuten: Sie soll nicht nur auf Glas und Teppich, sondern auch auf Fell ohne Aussetzer funktionieren. In Halle 16, D28 kann man erfragen, wofür man in Zeiten des Magic Trackpads* noch eine Maus benötigt.

Die „Brücke zwsichen realer und digitaler Welt“ schlägt Blu Innovation mit einem digitalen Notizblock, dem DigiMemo. Mit einem Startpreis von 149,- Euro will das Unternehmen bewusst einen Gegenpol zu Papier und Scanner einerseits, und teuereren Tablet Computern andererseits einnehmen (Halle 14, K19).

Zur CeBIT 2011 auf macnews.de:
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