SuperMHL: Neuer Übertragungsstandard unterstützt 8K-Bildschirme

Kaan Gürayer 7

Das MHL-Konsortium hat im Zuge der CES 2015 den SuperMHL-Übertragungsstandard vorgestellt. Mit diesem neuen Standard wird es in Zukunft möglich sein, Videos in 8K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel) und 120 Hz an kompatible Fernseher und Monitore zu senden. 

SuperMHL: Neuer Übertragungsstandard unterstützt 8K-Bildschirme

Man mag es kaum glauben, doch es ist noch gar nicht so lange her, da stand in jedem deutschen Haushalt ein klassischer Röhrenfernseher und Otto-Normal-Nutzer verstand unter Begriffen wie „Full HD“, „Plasma“ oder „LCD“ nur den sprichwörtlichen Bahnhof. Anno 2015 werden nicht nur die TV-Geräte mit jedem Jahr ein Stückchen größer, auch die Auflösungen schießen in bisher ungeahnte Höhen. Der neueste Trend, wie auf der CES 2015 eindrucksvoll demonstriert wurde, sind Fernseher mit einer 8K-Auflösung beziehungsweise 7.680 x 4.320 Pixeln. Doch die schiere Masse an Bildpunkten lässt alte Übertragungswege wie HDMI oder DisplayPort an ihre Grenzen stoßen, weshalb mit SuperMHL nun ein neuer Standard geschaffen wurde, die hochauflösenden Inhalte zu transportieren.

Vom MHL-Konsortium, das sich um die Festlegung neuer MHL-Standards kümmert, und dem Elektronik-Schwergewichten wie Sony, Qualcomm oder Huawei angehören, wurde mit SuperMHL im Rahmen der CES 2015 jetzt die nächste Generation des kabelgebundenen Übertragungsstandards vorgestellt. Dieses lässt die Konkurrenz in Form von HDMI 2.0 und DisplayPort 1.3 offenbar ziemlich alt aussehen, wie das Konsortium in einer Gegenüberstellung unter Beweis stellt. Während HMDI 2.0 bereits bei 4K-Videos (3.480 x 2.160 Pixel) und 60 fps an seine Grenzen stößt, schafft SuperMHL 8K-Videos (7.680 x 4.320 Pixel) mit 120 fps. Hinsichtlich der Auflösung kann DisplayPort 1.3 zwar mit SuperMHL mithalten, doch das Konkurrenz-System bietet lediglich 60 fps.

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Verdrehsicherer Stecker à la USB 3.1 Typ C

Abseits von schnöden Zahlen zur Auflösung und Bildwiederholungsraten kann SuperMHL auch mit einer 48-Bit-Farbtiefe, einem größeren Farbspektrum und High-Dynamic-Range (HDR) punkten. Audiophile können zudem sich auf 8-Kanal-Audio freuen sowie Blu-Ray-Audio (Dolby TrueHD, DTS-HD), Dolby Atomos, DTS UHD, 3D Audio und Audio Only Mode. Die Möglichkeit, über den Standard elektronische Geräte aufzuladen, wurde ebenfalls aufgeschraubt. Während MHL 3.0 noch maximal 10 Watt lieferte, sollen es bei SuperMHL bereits 40 Watt sein. „Jetzt können sie ihr Gerät aufladen, während es gleichzeitig Inhalte übertragt“, verkündet stolz Rob Tobias, seines Zeichens Präsident des MHL-Konsortiums. Dank eines neuen Universal-Steckers, der ähnlich wie USB 3.1 Typ C von beiden Seiten eingeschoben werden kann, wird der neue Standard außerdem kundenfreundlicher. Eine Abwärtskompatibilität zu älteren MHL-Versionen ist ebenfalls gegeben, außerdem soll es passende Kabel und Adapter für microUSB und USB Typ C geben.

Die vollständigen Spezifikationen des neuen Standards sollen Ende Janaur 2015 veröffentlicht werden. Dann schickt sich SuperMHL an, mit kompatiblen Smartphones, Tablets, Blu-Ray-Playern und dergleichen den Home-Entertainment-Markt zu erobern.

Quelle: MHL Consortium via VentureBeat, ComputerBase

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