Lieder zur EM 2012, Teil 2: Top 6 der offiziellen EM-Hymnen aus Irland, England, Spanien, Russland, Polen, Ukraine

M. Göbel 6
Lieder zur EM 2012, Teil 2: Top 6 der offiziellen EM-Hymnen aus Irland, England, Spanien, Russland, Polen, Ukraine

Seit zwei Tagen läuft die Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Wir haben bereits über ein paar offizielle EM-Songs berichtet, hier die Top 6 unserer europäischen Nachbarn – von Eurotrash bis Folkpop zum Mitsingen.

Dies ist Teil 2 unserer Übersicht – wir haben bereits vor gut einem Monat die offiziellen Lieder aus Deutschland und von der UEFA vorgestellt: EM-Songs im Überblick: Die Fußball-Lieder 2012 von Oceana, Roger Cicero, Goldene Generation … – und nun wollen wir pünktlich zum Beginn der Europameisterschaft einen Blick auf die anderen EM-Hymnen wagen: Irland, England, Spanien, Russland, Polen und Ukraine sind in unsere Top-6-Wertung eingegangen. Und das ist natürlich noch nicht alles, was es zur EM 2012 gibt. Wenn ihr noch mehr gute Songs kennt, postet sie in den Kommentaren. Danke!

6. Eurotrash: Ruslana „Davaj Graj“ (Ukraine)

Bei der Ukraine und ihrem offiziellen Lied zur EM 2012 fühlt man sich an den Eurovision Song Contest erinnert. Das hat mehrere Gründe. Interpretin Ruslana gewann 2004 den ESC, deswegen ist es wohl auch kein Wunder, dass ihr Song „Davaj Graj“ angesichts seines Eurotrash-Dance-Faktors ohne Probleme auch beim ESC hätte antreten können – wobei dieses Jahr die ukrainische Kandidatin Gaitana mit „Be My Guest“ eigentlich auch ein perfektes EM-Lied abgeliefert hat. Aber geschenkt. Hier ist „Davaj Graj“ von Ruslana:

5. Oldschool: „This is Our Game“ (Russland)

Bei den Kritikern hat Russland für seine EM-Hymne gute Noten bekommen: ein Klassik-Intro (das angeblich an sowjetische Melodien von Schostaskowitsch und Prokovjew erinnern soll), dann ein 70er-Backbeat-Sportsong – mit Multigenerationsgesang, einer lustigen Klavierspielerin in Trainingsjacke. Alles irgendwie bekannt, aber sehr nett.

4. Dancetrash: Cali & El Dandee feat. David Bisbal – „No hay 2 sin 3 (Gol)“ (Spanien)

Auch Spanien schickt 2012 übelsten Euro-Dance-Trash nach Polen und in die Ukraine – ähnlich massentauglich wie der spanische Fußball, wenn auch weit weniger filigran. Eignet sich sicherlich perfekt, um Massenhysterie auf spanischen Fußball-Freudenfeiern in wildes Tanzen zu kanalisieren.

3. Oma-Power: Jarzebina – „Koko Koko Euro spoko“ (Polen)

Polen hat sich offenbar vom russischen Erfolg beim Eurovision Song Contest inspirieren lassen. Bei diesem errang die älteste Girlgroup der Welt Buranowskije Babuschki mit „Party for Everybody“ einen beachtlichen zweiten Platz (hier die Ergebnisse des Eurovision Song Contest 2012). Polens offizielle EM-Hymne ist von der Folkband Jarzebina – eine mutige Wahl. Zumal es von vielen Seiten Häme für das Lied gab. Alte Frauen sind nicht so hübsch wie etwa Oceana, klar.

2. Unaufdringlich: Chris Kamara (ft. Joe Public Utd) – „Sing 4 England“ (England)

Wow, mal kein Dance-Trash. Und ganz freundliche Lyrics noch dazu: „Some say that we’re not good enough / But with a little bit of luck / we can bring home the cup“. Chris Kamara liefert dazu im Refrain noch die neue Aussprache seines Landes hinzu, nix „Eng-land“ sondern „En-ger-land“ – so verunglückt, dass es shcon wieder sympathisch ist.

1. Alle singen mit: „The Rocky Road to Poland“ (Irland)

Hier singen die Fußballer endlich auch mal selbst! „You’ll never beat the Irish“ wird zwar mehr Wunsch als Wirklichkeit sein, aber die Iren singen es mit solcher Inbrunst, dass man sich darauf einstellen sollte, dass sie fehlende Spielkunst mit Kampf wettmachen werden. Noch dazu perfekt zum Mitsingen, mit Folk-Elementen. Top.

Bild: „Happy fans in the County Ground“ von Steve Daniels (cc)

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