Am 16. Mai 2020 hätte der Eurovision in Rotterdam, Niederlande stattgefunden. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Die Veranstaltung, die 1956 ins Leben gerufen wurde und seitdem jährlich im Mai stattfindet, muss in diesem Jahr wegen des Coronavirus leider ausgesetzt werden. Zum Glück bieten ARD und ProSieben gleich mehrere Alternativen für Fans – die Gewinner stehen inzwischen fest.

Wer sich schon seit Monaten auf den Eurovision Song Contest gefreut hat, den wird die Absage sicherlich getroffen haben: In diesem Jahr wurde der transnationale Gesangswettbewerb aufgrund des Coronavirus abgesagt. Trotzdem müssen wir nicht komplett auf die Stimmung der Veranstaltung verzichten. Die ARD strahlt ein ausführliches Alternativprogramm mit Bezug zum ESC aus und sogar ProSieben hat zusammen mit Stefan Raab eine Ersatzshow konzipiert – die Zuschauer haben nun die Qual der Wahl. Was genau am 16. Mai ausgestrahlt wird:

16. Mai, 20:15 Uhr: Das deutsche „ESC-Finale“

Ab 20:15 Uhr präsentiert Barbara Schöneberg aus der Elbphilharmonie die deutsche Ersatzshow zum Eurovision Song Contest. Die zehn Kandidaten, die am 9. Mai in der Halbfinal-Show vom „World Wide Wohnzimmer“ ins Finale gewählt wurden, präsentieren erneut ihre Songs – die Interpreten aus Dänemark, Island und Litauen sogar live auf der Bühne, zum Schluss der Sendung wird ein Sieger gewählt. Außerdem performt Ben Dolic, der in diesem Jahr eigentlich von Deutschland zum ESC in den Niederlanden geschickt werden sollte und nicht zur Wahl steht, seinen Song „Violent Thing“ in der Elbphilharmonie. Peter Urban und Michael Schulte kommentieren und präsentieren die „schönsten, berührendsten und schrecklichsten Auftritte“ aus den letzten 64 Jahre ESC-Geschichte.

Das denken wir über den Rundfunkbeitrag.

Welche Länder es ins deutsche Finale geschafft haben:

Land Teilnehmer Song
Island Daði og Gagnamagnið „Think About Things“
Litauen The Roop „On Fire“
Schweiz Gjon’s Tears „Répondez-moi“
Italien Diodato „Fai rumore“
Russland Little Big „Uno“
Aserbaidschan Efendi „Cleopatra“
Bulgarien Victoria „Tears Getting Sober“
Schweden The Mamas „Move“
Malta Destiny „All Of My Love“
Dänemark Ben & Tan „Yes“

Im deutschen Finale gewinnt die litauische Band The Roop mit ihrem eingängigen Song „On Fire“, die in der Elbphilharmonie zu Gast ist:

16. Mai, 22 Uhr: Europe Shine A Light live aus Rotterdam, Niederlande

Anschließend geht es weiter mit dem offiziellen Ersatz-Event zum Eurovision Song Contest: Der Veranstalter European Brodcasting Union ehrt im Hilversum in Rotterdam, Niederlande alle Teilnehmer, die in diesem Jahr am Contest teilgenommen hätten. Es gibt Schalten in die verschiedenen Länder, die teilgenommen hätten, außerdem gibt es natürlich viel Musik und einige Auftritte ehemaliger Teinehmer. Ein Voting und damit Sieger wird es in diesem Jahr jedoch nicht geben. In Deutschland wird die Show ebenfalls von Peter Urban und Michael Schulte kommentiert, kurz wird sogar in die Elbphilharmonie geschaltet.

16. Mai, 0 Uhr: Rückblick auf den letzten ESC-Sieg Deutschlands

Wer danach immer noch nicht genug vom Eurovision Song Contest hat, der kann sich den kompletten ESC 2010 ab 0 Uhr anschauen. Damals hatte sich Lena mit „Satellite“ zum bislang letzten Mal den Sieg für Deutschland im Eurovision Song Contest sichern können.

Umfrage: Findet ihr den aktuellen Rundfunkbeitrag angemessen?

Jeden Monat zahlt jeder Haushalt in Deutschland den Rundfunkbeitrag. Ist der Beitrag in Höhe von derzeit 17,50 € monatlich eurer Meinung nach angemessen?

Wo ihr die ESC-Shows der ARD am 16. Mai sehen könnt

Ausgestrahlt werden die ESC-Shows der ARD am 16. Mai 2020 im Free-TV im ersten Programm. Falls ihr keinen Fernsehanschluss mehr habt oder am Samstagabend noch unterwegs seid, könnt ihr den ESC auch im Live-Stream kostenlos ansehen. Ruft hierfür einfach die ARD-Mediathek auf oder schaltet online über die App des TV-Senders ein. Parallel wird die Show online auf dem deutschen Webauftritt des Eurovision Song Contests gezeigt.

Jetzt Stream einschalten!

Daneben steht der ARD-Live-Stream kostenlos über die gängigen Streaming-Dienste wie Zattoo oder Waipu.TV zum Abruf bereit. Wenn ihr unabhängig von Sendeterminen beim Eurovision Song Contest einschalten wollt, könnt ihr die Übertragung mit Save.TV aufnehmen. Die Aufnahme kann dann später heruntergeladen oder direkt im Stream angesehen werden. Der Dienst ist kostenpflichtig, kann allerdings nach der ersten Anmeldung kostenlos getestet werden.

Save.TV gratis testen und Fernsehen online aufnehmen

ESC 2020: Welche Kandidaten und Länder treten an, wer vertritt Deutschland?

2020 hätte der Eurovision Song Contest eigentlich wieder im Land des Siegers aus dem Vorjahr stattgefunden. 2019 entschied Duncan Laurence mit dem Lied „Arcade“ den Wettbewerb für sich, demnach wäre der Wettbewerb dieses Mal in Rotterdam, Niederlande ausgetragen worden. 41 Länder wären im Halbfinale angetreten, traditionell starten die Künstler der „Big Five“ sowie des Gastgeberlandes direkt im Finale. Nachfolgend findet ihr alle Länder mit ihrem Künstler und Song, die am ESC 2020 teilgenommen hätten. Fett markiert sind die Teilnehmer, die es ins deutsche Finale der ARD geschafft haben.

Land Künstler Song
Deutschland Ben Dolic „Violent Thing“
Frankreich Tom Leeb „The Best in Me“
Großbritannien James Newman „My Last Breath“
Italien Diodato „Fai rumore“
Niederlande Jeangu Macrooy „Grow“
Spanien Blas Cantó „Universo“
Aserbaidschan Efendi „Cleopatra“
Australien Montaigne „Don’t Break Me“
Belgien Hooverphonic „Release Me“
Israel Eden Alene „Feker Libi“
Irland Lesley Roy „Story of my Life“
Kroatien Damir Kedžo „Divlji vjetre“
Litauen The Roop „On Fire“
Malta Destiny „All of my Love“
Nordmazedonien Vasil „You“
Norwegen Ulrikke „Attention“
Rumänien Roxen „Alcohol you“
Russland Little Big „Uno“
Schweden The Mamas „Move“
Slowenien Ana Soklič „Voda“
Ukraine Go_A „Solovey“
Weißrussland VAL „Da vidna“
Zypern Sandro „Running“
Albanien Arilena Ara „Fall From The Sky“
Armenien Athena Manoukian „Chains On You“
Bulgarien Victoria „Tears Getting Sober“
Dänemark Ben & Tan „Yes“
Estland Uku Suviste „What Love Is“
Finnland Aksel „Looking Back“
Georgien Tornike Kipiani „Take Me As I Am“
Griechenland Stefania „Superg!rl“
Island Daði og Gagnamagnið „Think About Things“
Moldau Natalia Gordienko „Prison“
Lettland Samanta Tina „Still Breating“
Österreich Vincent Bueno „Alive“
Polen Alicja „Empires“
Portugal Elisa „Medo de sentir“
San Marino Senhit „Freaky!“
Schweiz Gjon’s Tears „Répondez-moi“
Serbien Hurricane „Hasta la vista“
Tschechische Republik Benny Cristo „Kemama“

Im YouTube-Auftritt des ESC könnt ihr bereits jetzt die Songs der Teilnehmer anhören. Mit dem Lied „Violent Thing“ von Ben Dolic wollte Deutschland in diesem Jahr antreten – so hört es sich an:

Free Eurpean Song Contest: Ersatzshow von Stefan Raab auf ProSieben

Noch bevor der EBU und die ARD ihre offiziellen Alternativen zum Eurovision Song Contest 2020 ankündigten, brachte ProSieben zusammen mit Stefan Raab eine eigene Show auf den Plan. Im Free European Song Contest, kurz #FreeESC, treten verschiedene europäische Länder mit eigenen Künstlern unabhängig von offiziellen ESC gegeneinander an. Der Free European Song Contest findet ebenfalls am 16. Mai um 20:15 Uhr statt und ist damit die direkte Konkurrenzveranstaltung zum deutschen ESC-Finale der ARD. Angeschaut werden kann der #FreeESC im Free-TV auf ProSieben sowie auf Joyn oder in der dazugehörigen App. Auch nach der Ausstrahlung ist er noch verfügbar und kann kostenlos angeschaut werden – allerdings mit Werbeunterbrechungen.

Entwickler: Joyn GmbH
Preis: Kostenlos
Entwickler: Joyn GmbH
Preis: Kostenlos

Moderiert wird die Show von Steven Gätjen und Conchita Wurst, der Gewinnerin des ESC 2014. Bislang wurde die Teilnahme von 14 Ländern bestätigt. Teilweise ist schon bekannt, wer für welches Land antritt:

Land Künstler Song
Bulgarien Oonagh „Du bist genug“
Türkei Eko Fresh & Umut Timur „Günaydin“
Spanien Nico Santos „Like I Love You“
Kasachstan Mike Singer „Paranoid“
Niederlande Ilse DeLange „Changes“
Schweiz Stefanie Heinzmann „All We Need Is Love“
Dänemark Kate Hall „Reset“
Italien Sarah Lombardi „Te amo mi Amor“
Deutschland Helge Schneider „Forever At Home“
Israel Gil Ofarim „Alles auf Hoffnung“
Irland Sion Hill „Speak Up“
Polen Glasperlenspiel „Immer da“
Großbritannien Kelvin Jones „Friends“
Kroatien Vanessa Mai „Highlight (Ti si moja snaga)“
Österreich Josh. „Wo bist du“
Der Mond Max Mutzke „Back To The Moon“

 

Während einige Kandidaten schon im Voraus bekannt waren, werden andere erst im Verlauf der Show enthüllt. Anders als im Voraus spekuliert wurde, vertritt nicht etwa Stefan Raab, sondern Helge Schneider Deutschland. Trotzdem hat der Show-Master einen Mini-Auftritt. In einem Einspieler singt er „Ein bisschen Frieden“, den Gewinner-Song des ESC 1982 von Nicole. Wer sich auf noch mehr Momente mit Raab freut, der schaut allerdings in die Röhre – das richtige Comeback von Raab lässt nach wie vor auf sich warten.

Alle teilnehmenden Länder dürfen – ähnlich wie beim klassischen ESC – in Live-Schalten 1 bis 8, 10 und 12 Punkte an die Kandidaten vergeben. In Deutschland, Österreich und der Schweiz darf auch das Publikum via SMS oder Anruf abstimmen. Verkündet werden die Ergebnisse der teilnehmenden Länder von Promis: Polen wird von Lukas Podolski vertreten, Irland von Sänger Angelo Kelly und Spice Girl Melanie C. gibt die Ergebnisse von Großbritannien bekannt.

Übrigens soll der #FreeESC keine einmalige Veranstaltung sein, sondern im nächsten Jahr fortgesetzt werden – ob ebenfalls am selben Abend wie der Eurovision Song Contest, ist noch nicht bekannt. Welche Show habt ihr euch am Samstag, den 16. Mai angeschaut? Das deutsche ESC-Finale der ARD oder den #FreeESC von Stefan Raab und ProSieben?