Der Samstag

Ausschlafen konnte an diesem Tag nur, wer nicht schon ab 13 Uhr auf dem Festivalgelände die ersten Gitarrenriffs von „Bombus“ oder „Kadavar“ sehen wollte. Mit „Sondaschule“ und den „Architects“ ging es direkt weiter. Als dann am späten nachmittag die „Broilers“ die Evolutionstage betraten, waren auch die letzten Camper eingetrudelt. Mit ihrem Punkrock und leichten Souleinschlägen, rockten sie das Gelände warm, für das, was noch kommen sollte.

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Die Heavy Metal-Vollblutmusiker von „Korn“ bewiesen im Anschluss, dass es musikalisch sehr abwechslungsreich am Hockenheimring zugehen kann. In den letzten Jahren für einige Fans eher enttäuschend, zeigten Korn hier aber, das sie live einfach mit ihrem Nu-Metal überzeugen können. Parallel rappte der noch jugendliche „Sierra Kidd“ über alltägliche Themen wie Mobbing und Liebeskummer auf der Revolutionstage.

Danach stand eine erste Entscheidung für die Festivalgänger an:

Dubstep/Elektro-Koryphäe „Skrillex“ legte parallel zum Auftritt des aufsteigenden Rappers „Alligatoah“ auf. Zu Elektrobeats abfeiern und durchdrehen oder dem charismatisch-humorvollen Freigeist lauschen? US-DJ Skrillex schrieb bereits Musikgeschichte mit seinen unzähligen Hits, ist aber dennoch ein bodenständiger junger Mann geblieben der live zeigt, dass er sein Publikum im Griff hat.

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Derweil kritisiert „Alligatoah“ die Gesellschaft, schlüpft in verschiedene Rollen und bewegt jeden Besucher zum Mitsingen bei seiner witzigen Live-Performance, unterstützt durch Butler „Battle Boi Basti“. Der noch junge Alligatoah hat ein unvergleichliches Jahr mit vielen Festivals und Charterfolgen hinter sich. Sein Hit „Willst du mit mir Drogen nehmen“ wird zur Hymne des Samstags.

Da nach Skrillex auf der Evolutionstage die Stecker gezogen wurden, fanden sich viele Besucher danach direkt auf der Revolutionstage ein. Mit mehr heißen Elektrosounds startete der DJ und Senkrechtstarter „Zedd“ in den Abend. Eingebettet zwischen zwei gigantische Bildschirme und mit atemberaubender Pyro- und Co2-Technik samt Konfetti, wusste Zedd mit Hits wie „Stay the Night“ oder „Clarity“ das Gelände unter Strom zu setzen. Man konnte einfach nur dazu tanzen.

Großes Highlight auf der Revolutionstage dürfte für viele „Jan Delay und seine Disko No. 1“ gewesen sein. Mit seinem Mix aus alten Hits und einigen neuen Songs, wusste Jan Delay zu begeistern und spätestens als er das Rock'n'Heim in „Wackenheim“ umdichtete, hatte er den Besucherrekord auf seiner Seite. Dance-DJ „Fritz Kalkbrenner“ spielte danach noch bis in die Nacht und schickte auch die letzten Festivalbesucher ins Bett, wer nicht parallel bereits im „Gorilla-Club“ abfeierte.

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Bilder und Text: Julia Langmaack und Dominik Fiolka

 

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