3. Tri

Tri - Trailer

Die deutschen Indie-Entwickler von Rat King Entertainment wissen, wie man zauberhafte Welten und einen schönen Art-Style erschafft. Als sie mir auf der gamescom ihren Puzzle-Plattformer Tri vorstellten, begeisterte mich direkt ihr Auge für Stil: markante Farb-Kombinationen treffen auf geheimnisvolle Bauten treffen auf titelgebende Dreiecke in Architektur und Natur. Dreiecke, die auch für das Gameplay in Tri von Bedeutung sind.

Ab und zu steht ihr nämlich an schier unüberwindbaren Stellen, die ihr mit Hilfe einer besonderen Fähigkeit eben doch bewältigen könnt: Ihr zaubert aus drei von euch beliebig gesetzten Punkten auf Wänden, Decken und Böden begehbare Dreiecke - und schafft so Plattformen, die als Rampen und Brücken fungieren. All das und noch mehr Puzzlerei, um im Auftrag eines Mönchs einen verrückt gewordenen Fuchs-Gott zu fangen. Zugegeben, das ist schon ein kleines bisschen weird. Aber eben auf die schöne Art und Weise.

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Mein Erst-Eindruck sagt: Tri wird ein herausfordernder, aber zeitgleich relaxter Hingucker. Ende September, Anfang Oktober könnt ihr das Spiel für 15 Euro auf Steam kaufen.

2. Not A Hero

Not A Hero

Not A Hero kommt von den Leuten, die euch vor einer Weile mal mit Olli Olli beglückt haben - und macht so unglaublich viel Laune, dass man noch eine Runde und noch eine Runde und noch eine Runde und noch eine Runde spielen will. Ehrlich! Statt den Rest der gamescom zu sehen, wollte ich eigentlich nur vor diesem kleinen Spielchen sitzen bleiben. Und das nicht mal, weil ich in Not A Hero für den coolsten Macker ever namens BunnyLord arbeite. Und auch nicht wegen des bizarren Plots, in dem BunnyLord Bürgermeister werden will und mich damit beauftragt, alle anderen Kandidaten samt Mob auszuschalten.

Sondern deswegen, weil das Gameplay total befriedigend ist: Ähnlich dem Skate-„Vorgänger“ Olli Olli slide ich auch hier mit meiner Figur durch die optisch an „Gunpoint“ erinnernden Level. Dabei betätige ich bloß die drei Tasten zum Schießen, Nachladen und in Deckung gehen und komme auf diese Weise in einen unglaublichen Flow, aus dem ich einfach nicht wieder raus will. Und das ist gut so: Das Spiel zieht zunehmend an. Werde ich vom Mob getroffen, sterbe ich und muss wieder neu starten. Mehr als ein Versuch muss also drin sein.

Bonus-Punkte weil: Skurriler Humor und freischaltbare Charaktere könnten auch direkt aus The Big Lebowski stammen.

1. Below

Below - Trailer

Das Indie-Studio Capybara Games kennt ihr womöglich bereits von Sword & Sworcery oder Super Time Force. Falls ja, dann wisst ihr genauso gut wie ich, dass Capy mit seinen Titeln verdammt viel anders und verdammt viel richtig macht. Bislang hat mich ihr neustes Werk Below in Trailern eher kalt gelassen; auf der gamescom durfte ich das Spiel allerdings eine ganze Stunde in der Präsentation sehen und mich davon überzeugen, dass halt doch mehr dran ist, als ich anfangs glauben wollte.

Mit Below nutzen Capy ein ganz besonderes Stilmittel: Sie zoomen die Kamera vom zentralen Punkt der Spielfigur extrem weit raus und erlauben den Spielern damit eine große Übersicht über den Abschnitt der zu erkundenden Höhle. Nur um im nächsten Schritt alles in einen Nebel zu tauchen und die Struktur der Tiefe per Zufall generieren zu lassen. Die Atmosphäre ist deswegen richtig dicht: Stundenlang kann ich hier von A nach B laufen - am Ende weiß ich nicht mehr, wo ich bin, wer ich bin und warum ich bin. Unbedeutend klein wirke ich im Vergleich zur unbändigen Dunkelheit und grausamen Tiefe.

Mehr Fokus und Hoffnung wird belohnt: Einige Schlüssel-Passagen, die die Geschichte voran bringen, lassen sich immer wieder finden. Vorausgesetzt man weiß, wie. Genau hier liegt der bedeutende Teil von Below: Bin ich aufmerksam, studiere ich die Geheimnisse der Tiefe, so werde ich auch meinen Weg finden. Latsche ich blind durch die Gegend, wird mein Leben womöglich nicht von langer Dauer sein.

Dank Permadeath geht es dann wieder von vorn am Eingang der Höhle los. Ein neuer Trip, neue Risiken, nur meine zuvor gesammelten Items sind weg. War ich schlau genug, mir zu merken, wo ich gestorben bin - z.B. 5 Bildschirme nach unten, 3 nach rechts, einer nach oben - dann finde ich dort für eine Weile mein Zeug wieder. Aber nicht alles wird auf Neustart gesetzt: hab ich unten in der Höhle irgendwas Großes ausgelöst oder verbockt, muss ich für immer (oder bis zum vollen Reset) mit den Konsequenzen leben.

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