gamescom 2014: Highlights, Nervensägen und viele neue Spiele!

Kristin Knillmann 26

Kommt man nach vollen 4 Tagen gamescom wieder zurück in den Alltag der Redaktion, haben sich verdammt viele, komplett unterschiedliche Eindrücke gesammelt!

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Egal, ob es sich dabei nun um eine große Neu-Ankündigung handelt, die unsere Münder noch immer offen stehen lässt, oder wir uns wieder fürchterlich über etwas aufgeregt haben. Fakt ist: auch die diesjährige Spielemesse in Köln wird uns wieder in Erinnerung bleiben. Die Gründe dafür erfahrt ihr von der GIGA-Redaktion in unserem gamescom-Fazit!

Tom

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Mein Highlight: Da mich von den Titeln, die ich spielen konnte, keines so richtig überrascht hat, wähle ich hier erneut Bloodborne. Meine viel zu kurze Anspiel-Session mit dem neuen Spiel von From Software hat neugierig gemacht, das Setting ist großartig - davon will ich jetzt unbedingt mehr sehen!

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Die beste Neuankündigung: Das fällt mir wiederum sehr leicht - Silent Hills! Allein, dass Kojima und Del Toro gemeinsam an dem Projekt sitzen, ist großartig, aber auch die Art und Weise wie dieses Spiel angekündigt wurde ist einzigartig.

Die größte Enttäuschung: The Order 1886 wird in der Tat nur ein Blender - so sieht es jedenfalls derzeit aus. Was ich von dem Third-Person-Shooter spielen durfte, war so dermaßen uninspiriert, dass ich wirklich nur noch auf eine gute Story hoffen kann, die das Spiel retten könnte.

Das ging mir auf die Nerven: Volle Hallen, kaputte Schuhe, überteuertes Essen, lange Warteschlangen & Präsentationen, die wenig Neues zeigen.

Der Moment der Wahrheit war: Microsoft konnte auf der Pressekonferenz nur bedingt begeistern, Nintendo brachte dann gleich gar nichts Neues mit zur Messe und Sony kündigt über sechs neue Titel an. Auf dem Metal-Gear-Solid-Event wird gezeigt, wie Snake sich eine PlayStation-4-Tüte überzieht und das Publikum jubelt. Im Anschluss setzt er sich eine Xbox-One-Tüte auf den Kopf und es folgen laute Buh-Rufe. Die Erkenntnis: Europa hat Sony mit der neuen Konsole inzwischen voll im Griff.

Das war besser als letztes Jahr: Indie-Entwickler rücken immer mehr ins Rampenlicht und werden auch von den großen Konsolen-Herstellern unterstützt. Weiter so!

Tobi

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Mein Highlight: Obwohl ich mich dieses Jahr richtig ausgehungert und mit großer Vorfreude in die Messe gestürzt habe, kehre ich tatsächlich ohne ein echtes Highlight zurück. Ja, Witcher 3 wird erste Sahne, und ja, in ein Ori and the Blind Forest kann man sich Hals über Kopf verlieben - überrascht oder gar erstaunt hat mich dieses Jahr aber keines der gesehenen Spiele. Eine gute Messe, keine besondere.

Die beste Neuankündigung: Life is Strange und Tearaway Unfolded sind gute Neuigkeiten - Silent Hills ist dagegen ein spektakulärer Tusch mit Nachhall. Der Horror ist endlich zurück im Mainstream. Mögen sich unsere Hosen füllen.

Die größte Enttäuschung: Das mit den Enttäuschungen ist immer so eine Sache. Von einem Hellraid erwarte ich so gut wie gar nichts und bin dementsprechend auch nicht enttäuscht, wenn sich die Nummer als dreister Griff ins Klo entpuppt. Von einem Far Cry 4 erwarte ich dagegen nicht weniger, als dass es sich 2014 erneut an die Spitze des Genres ballert. So gesehen war der von uns gespielte Shangri-La-Abschnitt eine Enttäuschung. Nicht vorhandene Gegner-KI, schwaches Level-Design und ereignisloser Spielverlauf lassen mich jetzt hoffen, dass die übernatürlichen Momente in Far Cry 4 nicht zu viel Platz bekommen.

Das ging mir auf die Nerven: Die Trommelfell zerreißende Lautstärke auf der EA-Pressekonferenz. Jetzt mal im ernst, EA, was stimmt nicht mit euch? Außerdem die knapp Tausend meist minderjährigen Messe-Besucher, die von den Animateuren eines  Anti-Virenprogramms (!) hemmungslos dazu verleitet wurden, sich die Seele aus dem Hals zu schreien. Für ein paar dämliche (und bemerkenswert hässliche) Werbe-Shirts. Kommerz-Kacke Deluxe.

Der Moment der Wahrheit war: Als ich meine stinkende Sneaker gegen denkbar unpassende 4,90 Latschen ausm Pfennigland getauscht habe. Bold Move, Mr. Heidemann, bold move.

Das war besser als letztes Jahr: Das Team! Ihr wart alle super!

Und sonst? Micro-Golf is beste.

Kristin

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Mein Highlight: Bislang war ich noch skeptisch, was das neue Capy-Spiel Below angeht. Auf der gamescom hat mir einer der Entwickler das Spiel und seine Mechaniken vorgeführt und erklärt und seitdem bin ich ziemlich hin und weg. Außerdem war’s schön zu sehen, wie Community-nah die Jungs und Mädels von Riot beim Stand von League of Legends waren - sowas gibt es echt selten!

Die beste Neuankündigung: Ich glaube wirklich, dass diese Mischung aus Telltale-Mechanik, Gone-Home-inspirierter Geschichte und Indie-Folk-Soundtrack bei Life is Strange funktionieren kann. Das verantwortliche Studio namens Dontnod hat immerhin bei Remember Me schon gezeigt, dass es besser darin ist, Geschichten zu erzählen, als einen technisch und spielerisch einwandfreien Titel zu entwickeln. Aber eigentlich ist der Gewinner dieser Kategorie ganz klar Silent Hills und die schöne Idee des Playable Teasers, bei dem ich mich ordentlich gegruselt hab.

Die größte Enttäuschung: Ich freu mich zwar weiterhin auf No Man’s Sky, aber die Präsentation auf der gamescom war total dürftig. Wenn ich sehe, wie wenig selbstsicher das Team von Hellogames bei seinem Projekt ist, versteckt sich meine Vorfreude so lange, bis es dann endlich mal konkreter wird.

Das ging mir auf die Nerven: Dass inzwischen Hinz und Kunz am Mittwoch durch die Hallen turnen kann. Hätte mir gern das ein oder andere Spiel angesehen, für das die Jungs den Termin hatten. Das gibt uns Redakteuren die Chance, sich trotzdem eine Meinung zu bilden und sich im Video oder Podcast mit den Kollegen auszutauschen. Durch die Schlangen von +90 Minuten am Pressetag konnte ich das dann aber gepflegt vergessen. Nervt.

Der Moment der Wahrheit war: Als ich gemerkt habe, dass ich wegen Sunset Overdrive eine Xbox One brauche - und das Spiel dann dank der schnellen Kamera und meiner ab und zu auftauchenden Motion Sickness vermutlich eh nicht uneingeschränkt spielen kann. Blöd.

Das war besser als letztes Jahr: Insgesamt gab’s zwar weniger kostenfreien Merch an den Ständen der Publisher, dafür konnte man dieses Jahr immerhin gemütlich durch Halle 10 laufen und sich gegen Geld mit neuen Figürchen, Shirts und Kram eindecken. Ist zwar teuer, aber im Gegensatz zu Bestellungen bei (internationalen) Internet-Versandhäusern konnte man die Beute dann gleich mit nach Hause nehmen.

Und sonst? Der Sommer war ein bisschen trostlos, aber nach der gamescom hab ich endlich wieder richtig Bock auf Spiele. \m/

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