Revolutioniert Royal Blood das MMORPG-Genre?

Stephan Otto

Royal Blood soll das neue Triple-A MMORPG werden. Dafür geht Entwickler Com2uS einen für dieses Genre neuen Weg, denn das Spiel erscheint lediglich als Mobile-Titel für iOS und Android. Kann das funktionieren?

Royal Blood: Offizieller Trailer zum Mobile-MMORPG.

Köln am Mittwoch, 23. August 2017 – 15.30 Uhr:

Wir sitzen im Businessbereich der gamescom und die Ausbeute an wirklich neuen Titeln oder extrem spannenden Storys ist derzeit noch sehr gering – hier geht’s zu unserem Fazit. Umso gespannter sind wir auf das, was uns als Next-Gen MMORPG für Mobile angekündigt wurde. Royal Blood soll ein vollwertiges MMORPG werden, mit Crafting und aufleveln und Monsterkämpfen, nur eben alles auf dem Smartphone oder wahlweise Tablet. Einen ersten Einblick in das Gameplay bekommst du oben im Video.

Der Markt für derartige Titel ist in Asien riesig, dort sind zahlreiche MMO-Spiele auf den Smartphones installiert. Europa und die restliche westliche Welt sind hingegen noch nicht so weit. Natürlich wird auch hier auf dem Handy gespielt, sei es nun Pokémon Go oder Angry Birds, doch es gibt noch viel Potenzial. Und genau dieses wollen die Koreaner von Com2uS nun ausschöpfen.

Royal Blood will das mit einem richtigen Story-Modus mit mehreren Kapiteln schaffen. Angereichert wird die Story rund um deinen Charakter mit diversen Nebenquests. Für den Multiplayer-Aspekt wird es Field-Events geben, bei denen du mit anderen Spielern zusammen kämpfen kannst. Daneben sind auch Raids geplant, in denen du mit neun weiteren Usern gegen stärkere Bosse antreten kannst. Zu guter Letzt planen die Entwickler auch riesige PvP-Schlachten, mit bis zu 100 Teilnehmern auf jeder Seite und klassische 3 v. 3-Matches. Zur Auswahl stehen altbekannte Klassen: Krieger, Heiler, Magier, Fernkämpfer – die jeweils mit zwei Skill-Sets aufwarten. Diese können während des Kampfes nach Belieben getauscht werden.

Bei unserem Termin konnten wir die Heiler-Klasse etwas genauer kennen lernen, die sich dank des Doppelskills natürlich sehr gut selbst verteidigen kann und nicht auf andere Spieler angewiesen ist. Die Steuerung auf dem Tablet ist gewöhnungsbedürftig, aber damit lässt sich leben. Grafisch hingegen ist Royal Blood ziemlich beeindruckend, die Effekte und Animationen wirkten sauber und perfekt an die kleinen Displays angepasst. Beim Erfüllen der Quests kann allerdings schnell Langeweile aufkommen, beinhalteten die, die wir spielten, doch nur „Sammel xx davon und xx davon“. Zum Glück gibt es einen Auto-Modus, der dafür sorgt, dass das Spiel quasi einfach nebenbei laufen kann.

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Royal Blood ist ein Free-to-Play-Titel. Die Entwickler bieten allerdings die Möglichkeit, gegen echtes Geld Vorteile im Spiel zu kaufen, die allerdings nur dafür sorgen, dass du schneller, bequemer oder besser gestylt vorankommst. Wirklich notwendig sollen diese Extras nicht sein. Zum häufigen Spielen wollen dich die Macher aber trotzdem bringen, in dem es tägliche Belohnungen geben wird.

Etwa drei Jahre wurden in Royal Blood investiert, um damit den Mobile-Markt aufzumischen. Herausgekommen ist ein Spiel, das neue und spannende Ansätze liefert und dessen Gameplay perfekt auf Smartphones, Tablets und „Nebenbei-Spielen“ ausgelegt scheint. Eine kleine Revolution also in jedem Fall, ob sie auch funktioniert, wird die Zukunft zeigen. Ein Soft-Launch erfolgt im September 2017 im asiatischen Raum, weltweiter Start für Royal Blood soll dann Ende 2017 erfolgen.

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